Warum die 22-jährige Pizzabotin aus Rodenberg die Gewalt über ihren Kleinwagen verlor, ist nach den bisherigen Erkenntnissen noch nicht abschließend geklärt. Mögliche Gründe könnte nach Angaben eines Polizeisprechers nicht angepasste Geschwindigkeit in Verbindung mit der nassen Fahrbahn gewesen sein: Kurz vor dem Unfall hatte es geregnet.
Der Clio erfasste den roten Skoda, so dass dieser auf die Seite krachte und weiter in Richtung Leitplanke schlidderte. Möglicherweise hat der Stahl die Insassen vor weiteren Schäden bewahrt. Denn direkt dahinter befinden sich Bäume und ein kleiner Abhang. In dem völlig zermalmten Fahrzeug wurden die 63-jährige Fahrerin aus Hameln, die 38-jährige Tochter auf dem Beifahrersitz und die beiden 14 und 17 Jahre alten Kinder so massiv eingeklemmt, dass die Lauenauer Feuerwehr sie nur mit schwerem Gerät befreien konnte. Sie wurden von sanitätserfahrenen Helfern aus den Reihen der Lauenauer und der Rodenberger Wehren ebenso erstversorgt wie die 22-jährige Pizzabotin, die mit schweren Verletzungen nur durch die Kofferraumklappe geborgen werden konnte.
Während der 17-Jährige mit leichten Blessuren davon kam, wurden alle übrigen Unfallbeteiligten mit schwereren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Lebensgefahr bestand jedoch nach den vorliegenden Informationen in keinem Fall. Besondere Tragik am Rande: Die junge Frau und deren beiden Kinder stammen aus Großbritannien und weilen derzeit zu Besuch in Deutschland.
Wegen der hohen Zahl der Verletzten wurden fünf Rettungswagen und zwei Notärzte alarmiert.
Neben den Wehren aus Lauenau und Rodenberg waren auch die Brandbekämpfer aus Messenkamp im Einsatz.
Neben der Erstversorgung der Verletzten und der Sicherstellung des Brandschutzes sorgten die Helfer auch für die Ausleuchtung der Unfallstelle und die Verkehrsregelung.
Für die Dauer des Einsatzes und der Bergungsarbeiten blieb die B 442 für mehr als drei Stunden voll gesperrt. Den Helfern ist die Unfallstelle nahe der südlichen Auffahrt von Lauenau hinreichend bekannt: Wiederholt hat es dort schon Schadensereignisse gegeben – auch mit Todesfolge.