Die Darstellung der Konzentrationsflächen westlich von Hohnhorst und östlich von Riehe ist derzeit im Entwurf des FNP zu sehen, der zurzeit im Rathaus einzusehen ist. Die 15. Änderung des FNP für die weitere Ausweisung von Windenergieanlagen ist Teil der vorgeschriebenen „Frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit” in diesem Verfahren. Seit 2011 sei die Verwaltung mit den betroffenen Anliegern im Gespräch zu diesem Thema, stellte Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese zu Beginn der Versammlung im Vereinsheim fest. Es gebe bereits Windräder in der Samtgemeinde. Der Bau weiterer leistungsfähiger Anlagen sei von der Bundesregierung gewünscht und die Kommunen seien angehalten, der verstärkten Ausrichtung auf erneuerbare Energien durch Ausweisung weiterer Flächen Rechnung zu tragen.”Die Bürger müssen da mitziehen”, unterstrich der Verwaltungschef. Um die Bürger frühzeitig in das Verfahren mit einzubeziehen, habe am 25. Juni 2013 bereits eine Bürgerversammlung stattgefunden. „Öffentlichkeit und Transparenz sind tragende Säulen des Verfahrens”, fuhr Reese fort. Georg Seibert vom Landschaftsarchitekturbüro Georg von Luckwald hatte für die Zuhörer im gut besetzten Saal viele Informationen parat. Bei seinen Ausführungen ging es um rechtliche Grundlagen, die Rahmenbedingungen für die Planung, Empfehlungen und die weitere Vorgehensweise. „Im Zweifel für die Windenergie” lautete seine klare Aussage. Reese unterstrich dass es besser sei, Konzentrationsflächen auszuweisen und eine „Bündelung” von Windrädern zuzulassen, als einem „Wildwuchs” die Türen zu öffnen. Denn dazu könne es kommen, wenn ein Investor unter Umständen auf dem Klageweg eine „ungeordnete” Anordnung von Windkraftanlagen durchsetzt. Mit „ungewöhnlichen vielen Daten” habe man die nun in Frage kommenden Konzentrationsflächen herausgefiltert, erklärte Seibert. Als Maximalhöhe gehen die Pläne von 190 Metern pro Windrad aus, in Teilbereichen sollen 135 Meter hohe Anlagen möglich sein. Der anwesende Mitinvestor Florian Massante erklärte sich bereit, keinen Turm höher als 150 Meter in den Himmel reichen zu lassen. Das kam bei vielen Zuhörern gut an. Und sie schlugen vor, auf dieser Basis einen städtebaulichen Vertrag mit allen Investoren abzuschließen, um die 150 Meter festzuschreiben. Dieses muss noch vor der endgültigen Änderung des FNP geschehen.
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