Das Programm glänzte mit Facettenreichtum, von der Renaissance bis zur Musik des 21. Jahrhunderts, vom Chorlied bis zur Oper. Die Sängerinnen in ihren roten Jacketts zogen die Zuhörer vom ersten Ton an in ihren Bann. Zeitweise war es mucksmäuschenstill, dass selbst der leiseste Tastenschlag am Klavier (Andrea Jantzen) durch den Saal hallte. Das Publikum schien starr von Faszination und gebannt von der zauberhaften Atmosphäre. Die Erlösung folgte mit dem Ende des Stückes. Aufatmen. Applaus.
Mit Benjamin Brittens „Ceremony of Carols” bekamen die Besucher acht Stücke zu hören, die von sanften Tönen bis zum einnehmenden Klangvolumen reichten. Jenes schwebte wie eine musikalische Wolke über den Köpfen, gefüllt mit Virtuosität. Stimmgewaltig brillierten vor allem die Solostinnen Pauline Schüler, Milena Gramann und Maria Rüssel.
Ein anderes, lebhaftes Bühnenbild präsentierten die Sängerinnen Sara Zwingmann und Maria Rüssel sowie Katharina Held und Lea Seelemeyer, als sie zwei Stücke aus Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel” inszenierten. Während der Chor hinter ihnen Platz nahm, bewiesen sie unter anderem, dass Tanzen gar nicht schwer ist.
Mit Cy Colemans „Witchcraft” und „I will follow him” aus dem Film „Sister Act” verabschiedeten sich die Sängerinnen und brachten dabei einmal mehr ihre Stimmen gekonnt zu Gehör. Mehr noch: Sie beeindruckten auch mit Präsenz und vollem Körpereinsatz. Keine Frage – Dass der Mädchenchor bereits dreimal den Deutschen Chorwettbewerb gewonnen hat, war in jeder Sekunde zu hören. Das Publikum genoss ein großartiges Klangerlebnis und ein Abschlusskonzert der besonderen Art. Foto: jl