Warum der Samtgemeindebürgermeister das „grundsätzlich positive” Modell mit Forderungen nach Personalverlagerungen verbunden hat, ist aus Sicht des Haster Bürgermeisters Sigmar Sandmann nach wie vor nicht nachvollziehbar. Dass der Rat der Samtgemeinde in seiner Sitzung am 14. Dezember den in einer Tischvorloge präsentierten Beschluss mit großer Mehrheit vertagt habe, sei „folgerichtig” gewesen. Sandmann verweist darauf, dass sich die erarbeitete Kompromisslösung wesentlich an einen Beschluss des Haster Gemeinderates vom 12. Dezember orientiere. Weil dieser bereits mit der Mehrheit der SPD-Fraktion abgelehnt hatte, das Personal von der Gemeinde Haste auf die Samtgemeinde Nenndorf zu übertragen, brauchte es keine erneute Abstimmung. Die Nordgemeinde bekommt nun rund 37.000 Euro jährlich für ihre Verwaltungskraft erstattet. Die Belastung durch die erhöhte Samtgemeindeumlage liegt abzüglich dieser Summe bei rund 651.000 Euro. „Bemerkenswert” findet Sandmann, dass der Samtgemeindebürgermeister erst im Januar vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bad Nenndorf genannt hat, die in der Einigung mit zu berücksichtigen seien. „Waren diese Personen in der sechs Monate währenden Diskussion schlicht vergessen worden oder war es das ‚Ass‘ im Ärmel des Samtgemeindebürgermeisters?”, fragt er und gibt die Antwort selbst: Vorgehensweisen wie beim Poker seien für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ungeeignet. Vielmehr sorgten „offene Karten” und schriftliche Absprachen für Vertrauen.