An sich läuft das Projekt schon am 31. Juli aus. Wie auch Bad Nenndorf entschied sich der Ausschuss für Wirtschaft und Fremdenverkehr jedoch dafür, den Zuschuss von 55 Euro je Fahrt noch bis zum Dezember zu gewähren. Der Bus wird von durchschnittlich zehn Fahrgästen benutzt. Wie viele davon in der Samtgemeinde Rodenberg beheimatet sind, blieb unbekannt. Patricia Kasper (Rodenberger Interessen) bezweifelte indes, dass dies ein hoher Anteil sei: „80 Prozent der jungen Leute” würden die Busverbindung gar nicht kennen. Es müsse halt mehr geworben werden. Matthias Schellhaus (Grüne) verlangte baldige Überlegungen, was ab 2019 angeboten werden könnte. Denn dann kämen nächtliche Reisende nur noch bis Bad Nenndorf und nicht mehr weiter. Hans-Werner Kühnel (SPD) verwies auf einen Antrag seiner Fraktion mit der gleichen Zielrichtung. Hauptbereichsleiter Jörg Döpke blieb auch auf Nachfrage eine Antwort schuldig: Der Samtgemeindebürgermeister habe jedoch regelmäßig über das Nachtliner-Projekt berichtet. Klaus-Werner Volker (SPD) stellte die nächtliche Verbindung generell in Frage. Dies könnte nur von Erwachsenen über 18 Jahre genutzt werden. Eine „Diskussion über Partygäste, die nach Hause wollen” sei überflüssig. Wenn die Zielgruppe Jugendliche erreicht werden solle, dann wäre der Nachtliner der falsche Weg. Ausschussvorsitzender Dirk Holm-Bertelsen schlug die Fortsetzung der Diskussion in den Fraktionen vor. Dem stimmte auch Kühnel zu, bezweifelte aber zugleich, dass diese freiwillige Leistung der Samtgemeinde sinnvoll wäre: „Wenn sich vier Personen in der Nacht am Bahnhof Bad Nenndorf ein Taxi für zusammen 18 Euro nehmen, dann kann das wohl jeder verkraften.”