Der Vorsitzende des Stadtverbandes der FDP Bad Nenndorf Dr. Michael Richter kritisiert den angekündigten Kompromiss von SPD und CDU in Bezug auf die Straßenausbaubeiträge. Diese seien ungerecht und gefährdeten die Existenz vieler Hauseigentümer. Die gerechte Lösung wäre die Straßenausbaubeiträge abzuschaffen. Die Pläne von SPD und CDU, dass die Beiträge künftig über 20 Jahre abgezahlt werden können, hält Richter für zynisch, da es das Problem lediglich auf die Folgegenerationen vererbe. „Aktuell sind die Hauseigentümer nicht mal die Bauherren auf ihrer eigenen Baustelle, da sie über die Planung und Ausführung ihrer Straße kein Mitspracherecht haben”. Die Beitragsbelastungen für die betroffenen Grundstückseigentümer seien kaum erträglich da sie sich in den vier- oder fünfstelligen Bereich hinein bewegten. Diese Beitragsforderungen würden viele Eigentümer in erhebliche Schwierigkeiten bringen. „Wir stehen weiter an der Seite der Bürgerinnen und Bürger, die sich gegen die Straßenausbaubeiträge wehren”, sagt Richter und verweist auf den Gesetzentwurf der Freien Demokraten im Niedersächsischen Landtag, die Straßensanierung aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu finanzieren. Außerdem hält er es für machbar zum Beispiel einen Prozent der Grundsteuer für Straßenneubauten anzusparen und die Gelder zu diesem Zweck zu binden.