Am 22. Februar beginnen weitere zehn Erzieherinnen mit einer Fortbildung und Zertifizierung unter der Leitung von Ursula Büthe, die beim Landkreis für das Konzept zuständig ist. Vor dem Beginn des neuen Kurses wollen Ursula Büthe und ihre Mitarbeiter von den Förder-Einrichtungen jetzt über ihre bisherigen Erfahrungen mit „Papilio” in den Kindertagesstätten berichten. Das Programm Papilio ist ein wissenschaftlich entwickeltes und erprobtes Programm zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenz und Reduzierung von Verhaltensauffälligkeiten. Vorrangiges Ziel ist es, Kindergartenkindern zu helfen, mit grundlegenden Gefühlen wie Traurigkeit, Zorn, Angst und Freude umzugehen und sie so gegen die spätere Entwicklung von Sucht und Gewalt stark zu machen. Entwickelt und gefördert wird „Papilio” von der „betapharm Stiftung” und der Barmer Ersatzkasse. In ihrem Stück „Paula und die Kistenkobolde”, mit dem die Augsburger Puppenkiste seit fast drei Jahren auf Tournee ist, werden die wichtigsten Gefühle durch die Puppen auf humorvolle und liebevolle Weise personalisiert - wobei drei der vier Figuren, Heulibold, Freudibold, Zornibold und Bibberbold eigentlich schon zu den Therapie-Bedürftigen zu zählen wären. Die Geschichte erzählt von Paula, die auf dem Dachboden vier Kobolde trifft, die nicht wissen, was mit ihnen los ist: Jeder fühlt sich anders und kann die anderen nicht verstehen. Aber Paula kann ihnen helfen, das Gefühlsdurcheinander zu entwirren. Am Ende lernen Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold, mit Traurigkeit, Zorn, Angst und Freude umzugehen. Und genau da hakt der pädagogische Teil des Papilio-Programms ein: Wenn die Kinder nach der Vorstellung direkt vor der Bühne Kontakt mit den Puppen aufnehmen, sie auch anfassen dürfen, dann geht die Praxis unmittelbar in die Theorie über.
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