Das Schützenfest ist abgesagt. Den Schützenverein Bad Nenndorf ereilte in diesen Tagen die graue Vereinsrealität. Da die Kosten für das Schützenfest in der bisherigen Form zu hoch wären, hat sich der Verein entschlossen, ganz darauf zu verzichten.
Bisher habe das Kreisschützenfest das Defizit immer ausgeglichen. Doch das findet in diesem Jahr nicht in der Kurstadt sondern in Apelern statt.
Detlef Nixdorf, Vorsitzender der Nenndorfer Schützen, bedauert die Absage. Doch den Nenndorfern erginge es derzeit wie vielen anderen Vereinen auch. Sie seien nicht die Ersten, die ihre großen Zeltfeste aus finanziellen Gründen streichen.
Dieter Weihe, stellvertretender Vorsitzender, betonte, dass es sich ein Verein nicht leisten könne, in dem Maße dazuzulegen. Die Bürgerschaft habe das Fest immer weniger angenommen. Derzeit hänge die Stimmung ein bischen, doch Weihe sieht optimistisch in die Zukunft. Obwohl die Schützen derzeit nach einem neuen Vorstand suchen, gehe er davon aus, dass es wieder besser werden. Der erste wie der zweite Vorsitzende und der Schießsportleiter stehen nicht mehr für die Vereinsführung zur Verfügung.
Grundsätzlich seien einige Mitglieder an der Vorstandsarbeit interessiert, aber „keiner möchte den Hut in die Hand nehmen”, so Weihe.