„Das ist einmalig für unsere Schule”, erklärt Deutschlehrerin Susanne Kilian, die auch die Bücherei des „Kleines Gymnasiums” an der Bahnhofstraße betreut. Die Leistungen des Sechstklässlers werden vor dem Hintergrund dieser Einmaligkeit besonders gelobt, auch von Schulleiterin Dr. Irmtraud Gratza-Lüthen. Die ist bei der Lesung in der Bücherei ebenfalls mit dabei und überreicht als besonderes Dankeschön der Schule Maximilian zwei Karten für das Kino Bad Nenndorf. „Weil ich weiß, dass du schon eine ganze Menge Bücher zu Hause im Regal stehen hast”, begründet sie ihre Entscheidung für die Kinokarten.
Die Freude am Lesen merkt man dem Jungen an. Auch wenn er vor der Lesung zugibt, doch ganz schön nervös zu sein. Als er die Seite mit den markierten Textstellen aufschlägt, scheint alle Nervosität verflogen. Er nimmt seine Mitschüler mit auf die Reise in das „Schattenland”. Das Buch von Jonathan Stroud handelt von den beiden Freunden Charly und Max. Letzterer verschwindet auf mysteriöse Weise in eine „andere Welt” und Charly macht sich auf, ihren besten Freund zu suchen.
„Wir drücken dir ganz fest die Daumen”, bekräftigen die Schulleiterin und die Deutschlehrerin. Die jungen Zuhörer honorieren das kurze, aber sehr prägnante Vorlesen von Maximilian mit einem Applaus. Und Susanne Kilian gibt den Fünft- und Sechstklässlern für die zukünftigen Teilnahmen an den Vorlesewettbewerben in der Schule als Ratschlag mit auf den Weg, sich für das Vorlesen auch tatsächlich spannende Abschnitte auszuwählen. „Da muss schon ein bisschen was passieren”, rät sie ihren Schülern. Und Maximilian bescheinigt sie einen ganz natürlichen Lesestil, der nie gekünstelt oder einstudiert wirken würde. Foto: pd