Eine Einladung zum Besuch des Kreisjugend-Zeltlagers der Schaumburger Feuerwehren in Rinteln hatte Wargel aus Termingründen absagen müssen. Die Tatsache, dass dort immerhin 1600 Jugendliche zusammengekommen waren, hatte ihn neugierig gemacht und so war der Besuch in Bad Nenndorf abgesprochen worden. Mit dabei waren von der Seite der Feuerwehr Schaumburg auch Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote und Daniel Jakschik, Beauftragter für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Der Polizeipräsident wurde begleitet vom Regierungsbrandmeister Reinhard Meyer und Dezernatsleiter Klaus Wickboldt. Das Interesse an der Arbeit der Jugendfeuerwehr resultiert auch daraus, dass mit dem Wegfall der Bezirksregierungen die Bereiche „Brandschutz” und „Katastrophenschutz” auch von den Polizeidirektionen mit betreut werden. „Hier wird schon in einer ganz anderen Liga gespielt”, meinte der Polizeipräsident aus Göttingen in Bezug auf die Besucherzahlen beim Zeltlager und die Mitgliederstärken bei den Jugendfeuerwehren im Landkreis Schaumburg überhaupt. Auch die Tatsache, dass es hier immer mehr Kinderfeuerwehren gibt, beeindruckte ihn. Schließlich bedeute dies auch eine Absicherung der Aktivenwehren. Um dies zu schaffen, habe die Kreisjugendfeuerwehr Schaumburg ein breit angelegtes Netzwerk aufgebaut, bei dem auch Gemeinden, Städte, der Landkreis und die Wirtschaft an einem Strang ziehen würden, erfuhr Wargel aus der Runde. Wargel lobte den beeindruckenden Vortrag von Jaksichk. Ein Ziel seines Besuches sei, herauszufinden, wie man die hervorragende Arbeit in Schaumburg auf andere Landkreise übertragen könne, ohne deren Arbeit damit abwerten zu wollen, machte der Polizeipräsident deutlich. Außerdem habe die Arbeit der Jugend- und Kinderfeuerwehren habe eine stark stabilisierende Funktion und sei ein wichtiger Baustein für die Kriminalprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Er wolle mit den Führungskräften in seiner Direktion sprechen und für das Konzept der Schaumburger Jugendfeuerwehr werben.
Die attraktiven Angebote der Nachwuchswehren in Schaumburg würden für eine vernünftige Gestaltung von Freizeit stehen. Hier werde gute Jugendarbeit geboten, die überdies auch noch vielfältige sozial-stabilisierende Funktionen erfüllen würde. Aber auch die organisatorischen Anforderungen, die zum Beispiel bei der Durchführung eines Zeltlagers alle drei Jahre auf die Führungsriege zukomme, seien sehr anspruchsvoll. „Wir sind ein gutes Team und das ist mit ein Schlüssel für den Erfolg”, erklärte Frank Lohmann bescheiden. Und Kreisbrandmeister Grote ergänzte: „Hier greifen sehr viele Zahnräder erfolgreich ineinander”. Die Kinderfeuerwehren und die gute Arbeit der Jugendfeuerwehren wären der richtige Weg, um den Nachwuchs der Aktiven-Wehren zu sichern. Der Polizeipräsident erklärte mehrfach, gerne als „Botschafter” der Jugendfeuerwehr Schaumburg für diese Organisation in anderen Führungsebenen seiner Zuständigkeit werben zu wollen. Und Frank Lohmann freute sich über die vielen Komplimente für die Arbeit seiner Organisation. Foto:pd