Schaumburger Wochenblatt
  1. Kein Geld für Rasengittersteine

    Baupläne für Schützenweg vorgestellt / Baubeginn nach Sommerferien

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    REINSDORF (al). Etliche Einwohner von Reinsdorf haben sich einen ersten Blick auf kommunale Baupläne nicht entgehen lassen. In einer öffentlichen Sitzung des Bau-, Umwelt- und Wegeausschuss der Gemeinde Apelern beteiligten sie sich eifrig mit Verbesserungsvorschlägen. Doch nicht in jedem Fall wollten die Kommunalpolitiker Hoffnung verbreiten. Wie wiederholt berichtet, wird Reinsdorf ein neues Feuerwehrgerätehaus gleich hinter dem Vereinsheim der Schützen erhalten. Doch weniger dieses Projekt war Anlass für die Ausschussberatungen, sondern der notwendig Ausbau einer 80 Meter langen Strichstraße vom Schützenweg aus. "Mit dem Feuerwehrhaus haben wir nichts zu tun, das ist Sache der Samtgemeinde", klärte Vorsitzender Willi Ballwanz (SPD) die Anwesenden auf. Es gab auch dafür Tipps, unter anderem zur Anordnung der Parkplätze. Aber die Gemeinde muss sich um die Zuwegung kümmern. Diese wollten die Zuhörer um weiteren Parkraum ergänzt wissen: mit einer befestigten Fläche direkt am Schützenhaus sowie mit Rasengittersteinen im weiteren Verlauf. Während erstere wohl bereits eingeplant ist, dürfte die Ergänzung auf sich warten lassen: "Das werden wir wohl nicht hinkriegen", fürchtete Dietmar Weh (SPD), weil "Weg und Grundstückskauf schon eine Menge Geld kosten". Von dem auf Apelern entfallenden Gesamtaufwand in Höhe von 125.000 Euro seien nur 70.000 Euro durch den Verkauf des ehemaligen Schulgebäudes gedeckt. Den Rest müsse die Gemeinde selbst aufbringen. Weh verbreitete dennoch Hoffnung: "Vielleicht kriegen wir das ja in späteren Jahren noch hin." Zu Geduld riet auch der stellvertretende Gemeindedirektor Sven Janisch. Die Nutzer sollten die künftige Situation beobachten und später erneut beraten. Janisch kündigte den voraussichtlichen Baubeginn nach den Sommerferien an. Bis dahin müsse auch der jetzige Spielplatz verlegt werden. Da könnten sich die Reinsdorfer einbringen, schlug WGA-Mitglied Franz-Wilhelm Riechers vor. Doch Ballwanz bog den Vorschlag gleich ab: "Die Einwohner haben ihn damals gebaut; jetzt macht das die Samtgemeinde", erklärte er, "das ist Absprache". Der Ausschuss sah sich der Kritik eines Grundstücknachbarn ausgesetzt, der nach eigenen Angaben in Hamburg wohne und bislang offiziell noch nichts von den kommunalen Absichten erfahren habe. Ballwanz selbst wehrte sich gegen die Aussagen. Alle Anlieger und damit auch die Mutter des Betroffenen seien angesprochen und zur Bürgerversammlung eingeladen worden: "Die Briefe habe ich selbst herumgebracht." Janisch ergänzte mit einem Hinweis auf die öffentlich ausgelegte Änderung des Bebauungsplans: "Hierzu konnte sich jeder äußern." Großes Interesse zeigen die Reinsdorfer am Bau des neuen Gerätehauses. Unser Bild zeigt den Entwurf.

    Foto: al

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