Auf Antrag der SPD/FDP-Fraktion sprachen sich die Mitglieder des Ausschusses für Bau-, Planungs- und Gewerbeangelegenheiten dafür aus, das Podest am Ständenhaus des Rodenberger Schlosses für Veranstaltungen herzurichten. Diese Forderung ist nicht neu. Bereits im Haushalt für 2008 waren entsprechende Mittel dafür vorgesehen, die aber nach den Worten von Hans-Dieter Brand (SPD) letztendlich für die Sanierung des Weges zum Heimatmuseum ausgegeben worden sind. Im Etat 2010 stehen erneut Gelder für die Herstellung des Podestes. Die sollen nach der Empfehlung des Fachgremiums nun auch dafür ausgegeben werden.
Dormann hofft darauf, dass die Arbeiten bis Pfingsten erledigt sind, damit die kleine Bühne beim Ökumenischen Gottesdienst genutzt werden kann. Die Arbeiten sollen in Abstimmung mit der Denkmalbehörde erfolgen. Die Oberfläche der Bühne soll mit einem Unkrautvlies versehen werden. Dormann verwies in diesem Zusammenhang auf den maroden Zustand des Treppenturmes am Museum. Durch den strengen Frost seien einige Steine lose. Kinder würden gerne an der Mauer empor klettern. Er sieht dort ein Gefahrenpotential und dringenden Handlungsbedarf. Überhaupt sei das Museum von Feuchtigkeit durchsetzt. Trotz einer neuen Regenrinne dringe Wasser ins Innere des Ständehauses, führte der Heimatbund-Vorsitzende weiter aus.
Wünschenswert wäre für den Verein auch, so Dormann, wenn die Stadt Mittel für die Einstellung einer Putzhilfe gewähren würde. Seit fünf Jahren würden sich die Vereinsmitglieder um die Reinigung der Räume und Fenster kümmern. Die Mitglieder seien aber auch älter geworden und einige Arbeiten seien denen nicht mehr zuzumuten. Der Vorsitzende des Ausschusses, Hans-Dieter Brand, versprach, das vorgetragene Anliegen in das Protokoll aufzunehmen.
Kritik übte Dormann auch am baulichen Zustand der Rodenberger Windmühle. Die Mühle sei feucht, drei Fenster an der Wetterseite seien kaputt. Beim letzten „Tag der offenen Mühle” hätte man feststellen müssen, das die unebenen Bodenplatten im Inneren eine gefährliche Stolperfalle für Besucher sein könnten. Dormann appellierte grundsätzlich in Richtung Politik, sich „auch ein bisschen um die Windmühle zu kümmern”.