So bunt wie die Schülerschaft der IGS und Stadtschule Rodenberg ist, so vielfältig war auch das Programm. Dies wurde schon gleich im ersten Abschnitt deutlich, in dem auf den schwungvollen Auftakt mit dem Shanty „What shall we do with the drunken sailor”, bei dem auch die stellvertretende Schulleiterin Dorit Könnecke stilgerecht in die Tasten ihres Akkordeons griff, das besinnliche „Der Mond ist aufgegangen” folgte. Spätestens beim anschließenden „Rock my Soul” hatten die Schülerinnen und Schüler der Chor-AG, in der Schülerinnen und Schüler aller Schulformen mitsingen, die Zuhörer so mitgerissen, dass das Publikum durch rhythmisches Mitklatschen einstimmte.
Dass gemeinsames Singen viel Spaß macht, hat sich ganz offensichtlich auch unter der Schülerschaft herumgesprochen.
Unter der versierten Leitung von Heike Bode-Vogt, die seit diesem Schuljahr an der IGS Musik unterrichtet und über langjährige Erfahrung mit Chören und Stimmbildung verfügt, hat die Chor-AG mittlerweile doppelt so viele Mitglieder wie vor einem halben Jahr.
Im nächsten Set stellten sich die Instrumentalisten der IGS und der Stadtschule Rodenberg vor, die seit Schuljahresbeginn gemeinsam in der Bläser-AG ihr Instrument erlernen. Da die Gruppe nur aus sechs Schülerinnen und Schülern besteht, ist jeder automatisch auch ein kleiner Solist, was mit einem mehrstimmigen Instrumenten-Medley , „Bruder Jakob” als vierstimmigem Kanon sowie einem eigens geschriebenen Blues mit Mini-Solo auch unter Beweis gestellt wurde. Die Bläser-AG wird von der Musikpädagogin Renate Grunau geleitet, die seit Beginn dieses Schuljahres Musik mit dem Schwerpunkt Instrumentalspiel an der Stadtschule unterrichtet.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Schwerpunktklasse Musik-Sprache-Medien, ebenfalls unter der Leitung von Heike Bode-Vogt. Ob rhythmisches Sprechen oder gemeinsames Singen, der Funke sprang auch hier zum Publikum über.
Und es wurde mit Hilfe der vorher verteilten Liederzettel zunehmend zum Mitgestalter des Konzerts. Für den Musik-Wahlpflichtkurs (WPK) der neunten Hauptschulklassen war es der erste Auftritt überhaupt. Diesen WPK, ebenfalls unter der Leitung von Renate Grunau, gibt es erst seit Februar diesen Jahres. „Wir wollen selber Musik machen, am liebsten als Band” war das eindeutige Anliegen der sieben Teilnehmer, obwohl keiner ein Instrument spielen konnte. Aber da alle mit viel Begeisterung bei der Sache sind, war schon in diesem Konzert eine kleine Kostprobe ihrer Fortschritte zu hören.
Der große Applaus, verbunden mit „Zugabe”-Rufen, hat alle hoch motiviert, sich weiter intensiv mit ihren Instrumenten zu beschäftigen und das Repertoire bis zum nächsten Konzert zu erweitern. Der Abend klang mit einem gemeinsamen Lied unter Beteiligung aller Akteure, inklusive Publikum aus: Alle sangen zusammen „Bruder Jakob” im Kanon und in vier Sprachen.