Architekt Steffen Mitschker, der die Arbeiten für das Amt für Liegenschaften im Landkreis betreut, sieht die erste Novemberwoche als realistischen Termin an. Zumindest in dem Gebäude selbst, dass 1976 eröffnet wurde, soll dann alles erledigt worden sein. Zusammen mit Bauleiter Lutz Könnecke von der Planungsgruppe VA Bädertechnik steht er in dem völlig entkernten Bereich. Ärgerlich sei so eine Verzögerung schon, so der Vertreter des Generalunternehmens, doch nie auszuschließen bei Sanierungsarbeiten in älteren Gebäuden. Vor allem ein großes Problem lässt den Zeitplan ins Wanken geraten: Um ringsherum wieder ein wettkampfgerechtes Maß von 25 mal 12,50 Meter zu erhalten, muss eine Menge an Spritzmörtel aufgetragen werden. „Da gab es starke Abweichungen”, klärt Könnecke in einem Pressegespräch auf. Wände müssen nivelliert werden und an den Beckenköpfen gibt es große Schadensbilder, die behoben werden müssen. „Die Grundstruktur ist aber in einem guten Zustand”, bestätigt Mitschker.
Im Zuge der umfangreichen Sanierungen werden die Lüftungskanäle unter dem Dach ausgetauscht. Damit schließt der Landkreis seine Investitionen in der Technik ab. Die Anlagen waren in den vergangenen Jahren nach und nach modernisiert worden. Weil die alten Deckenverkleidungen nicht mehr den aktuellen Brandschutzauflagen entsprechen, gibt es auch hier einen Austausch. „Das Bad bekommt einen völlig neuen Charakter”, ergänzt Könnecke. Auch die Umkleiden und Duschbereiche werden verändert. Leitungen, Armaturen und Fliesen werden ebenfalls ausgetauscht.
Nicht nur was die technische Ausstattung, auch was die Optik anbelangt, stehen Arbeiten an. Es wird eine Rasterdecke in zwei Ebenen angelegt. Strahler, Lichtkuppeln und Spiegelelemente sollen für zusätzliche optische Reize sorgen. Lohnenswert seien diese Arbeiten unbedingt, ist der Vertreter des Landkreises überzeugt. Schließlich zähle das Hallenbad an der Bad Nenndorfer Bahnhofstraße mit seinen rund 135 000 Besuchern jährlich zu den gut ausgelasteten Bädern in der Trägerschaft des Landkreises. Für den Schul- und Vereinssport sei das Bad eine wichtige Einrichtung.
Wenn im Inneren die lange Liste der Arbeiten erledigt ist, dann soll in absehbarer Zeit auch die in die Jahre gekommene Fassade aufgepeppt werden. Erste Planungen für eine energiesparende Lösung werden bereits im Landkreis erarbeitet. Die Arbeiten an der Außenhaut hätten dann aber keine Auswirkungen auf den Badebetrieb, bekräftigen Mitschker und Könnecke. Foto: pd