Lärmbelästigung bei Veranstaltungen, zu wenig Geschwindigkeitskontrollen der Polizei, unzureichender Winterdienst, Radfahrer auf Fußwegen oder fehlende Betreuungsmöglichkeiten für Kinder ab dem ersten Lebensjahr sind unter anderem aufgeführt worden. „Die meisten Dinge sind bekannt”, erklärte Bürgermeister Altenburg gleich zu Beginn dazu. Steege wollte vor allem über die Punkte „Fehlende Einkaufsmöglichkeiten” und „Fehlende Übernachtungsmöglichkeit” diskutieren. Bei diesen Themen würde die CDU Rodenberg auch gerne „fördern und helfen” und auch das Gespräch mit dem Gewerbeverein suchen. „Wir wollen Ideen vorantreiben”, meinte Steege zum Thema „Hotel für Rodenberg”. Ob es denn überhaupt verlässliche Zahlen in Bezug auf den tatsächlichen Bedarf geben würde, wollte der stellvertretende CDU-Vorsitzende wissen.
Das verneinte Stadtdirektor Heilmann. In Bezug auf den Fremdenverkehr wären aber Bad Nenndorf und Bad Münder wohl klar im Vorteil. Es habe zwar schon Überlegungen gegeben, eine Art Bettenhaus an den „Ratskeller” anzudocken. Der Bau eines Hotels würde sich aber nach Auffassung des Verwaltungschefs nicht lohnen. „Das ist Unfug”, wurde Heilmann deutlicher.
Bei der Frage nach der Übernahme des Anbaus im hinteren „Ratskeller”-Bereich sei man mit dem derzeitigen Besitzer nicht weitergekommen, klärte Altenburg auf. Die Wirtschaftsförderung sei „Chefsache” im Rathaus, klärte Heilmann den Algesdorfer Steege auf. In dieser Funktion würde er für Investoren „Steine aus dem Weg räumen”. Für ein von Steege angesprochenes Seminarhotel sieht Heilmann in Rodenberg überhaupt keinen Bedarf. Beim Stichwort „Offene Büros” für kurze Meetings sei man in der Rodenberger Verwaltung dagegen stets offen bei Anfragen.
Die Leerstände im Bereich der Langen Straße seien vor allem auf zu hohe Preisvorstellungen bei den Eigentümern zurückzuführen, glaubt Heilmann. „Das treibt uns schon um”, gab er zu. Eine regelmäßig fließende Einnahme sei doch besser, als eine unvermietete Immobilie. Die Städtebauförderung sei eine große Chance gewesen, Veränderungen zu schaffen. Etliche hätten da mitgemacht, aber „da und da könnte man noch besser sein”, räumte der Stadtdirektor ein.
Entgegen der Auffassung der CDU setzt Heilmann auf zusätzliche Parkplätze in der Innenstadt. Für die Kunden der Geschäfte in der Kernstadt stünden nach Ansicht Heilmanns noch zuwenig Parkflächen zur Verfügung. Anwohner der Echternstraße würden zunehmend über zugeparkte Flächen vor ihren Häusern klagen. „Ich kann das nicht feststellen”, konterte Steege. Heilmann führte zu diesem Thema weiter aus, dass ihm die Verkehrsführung am „Ratskeller” überhaupt nicht gefallen würde. Was mit dem Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite geschieht, müsse die Politik entscheiden. Gebe es Mehrheiten für einen Abriss, könnte die Stadt auf Fördergelder hoffen und dort weitere Parkplätze schaffen.
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