Mit der für den 30. Oktober angekündigten Musikveranstaltung wollen Ritter und Karsthof den eigenen Neustart markieren. Sie bereiten eine gemeinsame Ausstellung im Kesselhaus mit aktuellen Arbeiten vor. „Wir zeigen, dass wir uns nicht unterkriegen lassen”, betont der Künstler, der momentan selbst seine Bilder von Rauch und Ruß befreit. Er unterzieht sie einer Ozonbehandlung. Etliche Rahmen sind jedoch nicht mehr verwendbar. Manche im Entwurfsstadium befindliche Arbeiten konnten ebenfalls nicht fortgeführt werden: Die schwarzen Hinterlassenschaften hatten sich mit den noch feuchten Farben vermischt. Aber es gibt auch Bilder, in denen sich die Brandrückstände einarbeiten ließen und dem Farbauftrag zu interessanten Nuancen verhalfen.
Das Ausweichquartier für seine Kunst hatte Ritter vom Flecken Lauenau erhalten. Dieser stellte unmittelbar nach dem Brand einen Teilbereich der ersten Etage im Gebäude 1 zur Verfügung. Hier war genug Platz zum Sichten, Sortieren und Reparieren. Die Zeit drängte. Denn schon müssen sich etliche Bilder auf den Weg zu zwei lange geplanten Ausstellungen machen. Außerdem möchte ein Galerist Bilder aus Lauenau auf einer Kunstmesse in Belgien vorstellen. Foto: al