Stille ist einer der Ehrenamtlichen, die sich als Mitglied des Fördervereins Schloss Rodenberg umtriebig um die Anlagen am Burgwall kümmert. Und den es schon länger gestört hat, das bei Veranstaltungen am Museum das Gelände nachts nicht gesichert werden kann.
Der von ihm formulierte Antrag für ein Tor war nicht nur beim Fachausschuss der Stadt Rodenberg auf wohlwollende Zustimmung gestoßen. Auch der Landkreis hatte kaum Einwände. Die hätten nicht nur wegen der Kosten, sondern in der Hauptsache wegen des aus denkmalspflegerischer Sicht sensiblen Umfeldes kommen können. So wurde die Planung nicht nur von der Denkmalschutzbehörde, sondern auch von einem Kreisarchäologen begleitet, wie Hauptamtsleiter Günther Wehrhahn berichten konnten. Manfred Beißner hatte sich im Vorfeld bereiterklärt, im Falle einer Zustimmung das Tor ohne Berechnung der Arbeitsstunden anfertigen zu wollen. Und blieb im Wort, weil er als Rodenberger eine große Verbundenheit zu seiner Geburtsstadt empfindet und das Areal rund um die Ausgrabungen, das Museum und den Burgwall gerne noch mehr aufwerten möchte. „Da gibt es Rodenberger, die wissen ja gar nicht, was es hier Schönes gibt”, bedauert der Schlossermeister. Für die Ausführung zeichneten jetzt Metallbaumeister Michael Pfingsten und Azubi Sebastian Weinrich verantwortlich. Insgesamt sind 40 Arbeitsstunden notwendig gewesen, um das feuerverzinkte schmiedeeiserne Tor mit dem gefälligen Bogenschwung anzufertigen und an Ort und Stelle anzubringen. Das Tor sei nicht dazu da, Besuchern den Zugang zur Schlossinsel zu verwehren, aber bei gewissen Gelegenheiten könne es schon sein, dass das Gelände vor unliebsamen Besuchern geschützt werde. Stille erinnerte an das Burgwallfest im vergangenen Jahr, als nachts Bänke gestohlen wurden. Generell wird zumindest ein Torflügel immer weit geöffnet sein.
Die offizielle „Torfeier” organisiert der Heimatbund Rodenberg am Mittwoch, 6. Juli. Sozusagen als „Auftakt zum Schützenfest” sollen ab 19 Uhr sowohl das Tor als auch die neue Bühne offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden. Wie Bettina Schwarz vom Heimatbund weiter verriet, soll es auf dem Schlossplatz auch eine Fahnenweihe geben. Foto:pd