Vor rund zwei Jahren war der Ärger mächtig groß. Die Landesstraße, die als Umleitungsstrecke für die Autobahn ohnehin stark frequentiert ist, war mit ihrer löchrigen Oberfläche zur Zumutung geworden. Damals wie heute klagten Kommunalpolitiker und Anwohner über die hohe Lärmbelastung. Ein Tempolimit versprach kaum Abhilfe. Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Nachbarn noch einmal nachdrücklich beschwert.
Doch zeitgleich war Post von Hameln nach Rodenberg unterwegs. Darin wurde die fällige Sanierung für August zugesagt. Prompt rief die Nachricht Bürgermeister Heinrich Oppenhausen (SPD) auf den Plan. „Dann müssen wir auch das Schild ändern”, verlangte er im Rat und stieß dabei auf Zustimmung.
Für ihn ist die Ankündigung die „erste gute Botschaft für die Dorferneuerung”. Zugleich erinnerte er daran, dass die stellvertretende Leiterin des Hamelner Geschäftsbereichs der Straßenbauverwaltung, Uta Weiner-Kohl, an einer Sitzung des Apelerner Arbeitskreises teilgenommen hätte. Damals war es unter anderem um Verkehrsfragen und deren Beruhigung gegangen: „Da wird die Behörde wohl gemerkt haben, wie wichtig das für uns in Apelern ist.”
Ratsherr Günter Knief (SPD) dachte bei aller Freude über die Sanierung bereits an die Zeit danach: „Dann wird wohl auch wieder schneller gefahren.” Für Cord-Heiner Becker (CDU) dürfte indes das touristische Image der Riesbachgemeinde wieder wachsen: „Jetzt wird man doch nur wegen der Löcher überall angesprochen.”