APELERN (al). Der Schützenclub Apelern hat eine nicht mehr zu übersehende Erinnerung an sein 50-jähriges Bestehen. Beim Festkommers überreichte Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann dem Vorsitzenden Bernd Leifheit eine große Fahne mit dem Gemeindewappen: „Die soll an eurem Schützenhaus hängen”, verlangte der Verwaltungschef, der zugleich den Apelerner vorschlug, künftig „mehr Flagge zu zeigen”: Die Gemeinde werde eine Sammelbestellung mit einem kleineren Format initiieren. Nicht nur dieser Hinweis wurde mit frenetischem Beifall quittiert. Es gab einige Anlässe für viel Applaus. Er galt unter anderem Schießsportleiter Bernd Steuer. Weil er schon seit über 20 Jahren diese ehrenamtliche Funktion ausübt, verlieht ihm der stellvertretende Vorsitzende des Kreissportbunds Schaumburg, Karl-Heinz Thum, die zweithöchste Ehrung des Landessportbunds. Steuer freute sich über die silberne Verdienstnadel. Thum bescheinigte dem gastgebenden Klub zugleich Harmonie und Kameradschaft. Diese drücke sich auch darin aus, dass es in der jetzt 50-jährigen Vereinsgeschichte mit Friedrich Helle, Frank Kaufmann und Bernd Leifheit bislang nur drei Vorsitzende gegeben habe.
Stehende Ovationen begleiteten die Auszeichnung für „500 Schützenjahre”: Als Mitbegründer und Mitglieder der ersten Tage konnten zehn Senioren mit der Goldnadel des Schützenbunds geehrt werden: Siegfried Kaiser, Heini Nolting, Veith Richter, Günter Wosny und Heinz Weihe leben noch aus dem Kreis der damals 19 Interessenten am Schießsport. Bei „Tante Emma” der Wirtin im Dorfgasthaus „Drei Kronen” wurde der Verein aus der Taufe gehoben. Kurz darauf traten Friedrich Weihe, Arno Steinhilber, Fritz Meyer und Herbert Holk bei. Ebenfalls geehrt werden können hätten Heinz Becker und Heinrich Freise.
Schon ein Jahr später gründete sich eine Damengruppe; nach zwei Jahren reiften Pläne zum Bau eines Schützenhauses. Heute verfügt der Verein über vier Kleinkaliber- und acht Luftgewehrstände. Mitglieder qualifizierten sich sogar bis zur Teilnahme an Deutschen Meisterschaften. Bürgermeister Heinrich Oppenhausen lobte die Schützen nicht nur wegen ihrer ständigen Bereitschaft, große Dorffeste auszurichten: „Die gäbe es sonst wohl in Apelern nicht mehr.”