Was um 18 Uhr traditionell mit kurzen Reden und einem musikalischen Rückblick begann, endete gut drei Stunden später so stürmisch wie ein Popkonzert. Der Chor und die Musiker in der Percussion-Gruppe, am Klavier, an den Gitarren, am Bass und am Schlagzeug nahmen gleich zu Beginn die Zuhörer mit auf eine Zeitreise. Die führte in die Anfangsjahre des Chores. Es wurden viele gut bekannte Stücke vorgetragen, bei denen sich die Gemeinde kräftig am Gesang beteiligte. Eine Überraschung gab es für Chorleiter Jürgen Begemann in Form eines Überraschungsliedes, mit dem der Chor nicht nur dessen Geburtstag, sondern auch die bisherige Arbeit des Kirchenmusikers in Rodenberg würdigte.
In der Pause hatten die Konzertbesucher die Möglichkeit, sich im Gemeindehaus mit Getränken und Brezeln zu stärken. Danach begann der zweite Teil des Konzertes, in dem überwiegend Stücke geboten wurden, die der Chor in den letzten Monaten auf verschiedenen Gospelworkshops erlernt hat. Hierbei kam die große Bandbreite des Chores voll zum Tragen. Sie drückte sich in dem breit gefächerten Repertoire aus, zu dem deutschsprachige Kirchenlieder, klassische und moderne Gospel sowie afrikanische und südamerikanische Stücke gehören. Für die Zuhörer ein besonderes Hörerlebnis, dass durch eine eindrucksvolle Bühnenshow noch aufgewertet wurde. Denn sozusagen als Einstimmung auf die afrikanischen Stücke waren Geräusche des Dschungels zu hören.
„Caminando Va” überzeugte auch durch die hohe Zahl von Gesangssolisten, die durch ihre Gesangssequenzen die Lieder lebendiger machten. Zum Ende des Konzertes hielt es keinen mehr auf den Sitzen, die Lieder „Jesus in my House” und „Oh Happy Day” wurden von den Konzertbesuchern im Stehen mitgesungen. Es wurde im Takt geklatscht, bis der Chor mit dem Lied „Think of me” aus der Kirche auszog und damit um 21 Uhr das Konzert endgültig beendet war.Foto: privat