Insgesammt leisteten die ehrenamtlichen Helfer jedoch 177 Begleiteinsätze und kommen so auf 439 Stunden. „Bei einer guten Begleitung muss die Wellenlänge zwischen den beteiligten Personen stimmen”, weiß Ingeborg Schumer, die seit einem Jahr den Verein kommisarisch leitet, zu berichten. Aus diesem Grund geht auch jede Anfrage für Begleitungen immer erst zu den beiden Koordinatorinnen des Vereins, Anke Claus und Cornelia Strübe. Sie führen das Erstgespräch und suchen die passende Begleitung aus.
Dazu organisieren sie die Treffen mit Themenabenden, Austausch, Supervision, bieten das Seminar „Sterbende begleiten” an und kümmern sich um Vorträge sowie Unterricht in Vereinen, Gruppen und Schulen.
Dazu bauen sie das Netzwerk mit Pflegeheimen und Seniorenheimen aus und wechseln sich bei der 24-Stunden-Telefonerreichbarkeit ab. Auch die Kooperation mit dem Hospiverein in Stadthagen wird durch die Koordinatorinnen gepflegt. Fünf Themenvorträge bot der Hospizverein im abgelaufenen Jahr an, dabei „Unversehrt Sterben/Organspende” und zum Thema Kinder- und Jugendtrauerarbeit „Ich wäre so gern noch einmal mitgekommen”. Gerade im letzten Jahr wurde auch die Kinderhospizarbeit ausgebaut. Ursel Köck, Barbara Büsing-Schilling und Sabine Kemmann stehen dem Verein speziell für die Kinderhospizarbeit zur Verfügung.
Dadurch haben die betroffenen Familien nicht nur die Möglichkeit auf 28 Tage im Jahr gemeinsamen Urlaubs im Kinderhospiz, sondern können auch die restlichen Tage im Jahr Unterstützung bekommen. Für diese ambulante Arbeit müssen die Ehrenamtlichen neben der Zeit auch viele gefahrene Kilometer auf sich nehmen, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden.
Der Hospizverein hofft dafür auf Unterstützung aus der Bevölkerung und bittet um Spenden. 26 ehrenamtliche Begleiter/Innen hat der Verein und auch in diesem Jahr wird wieder eine neue Ausbildungsgruppe gestartet. Dazu bietet der Hospizverein eine Trauergruppe für Kinder (startet nach den Osterferien) und eine offene Trauergruppe an. Aus gesundheitlichen Gründen musste die Gründerin des Hospizvereins Rinteln und langjährige Vorsitzende Christine Deppmeyer ihr Amt niederlegen.
Mit einer bebilderten Laudatio von Dr. med. Constanze Priebe-Richter über die letzten elf Jahre wurde sie vom Vorstand verabschiedt, sie bleibt jedoch Mitglied. Als neuer Vorstand vertritt nun Ingeborg Schumer als erste Vorsitzende, Ute Schulz als zweite Vorsitzende, Dr. med. Constanze Priebe-Richter als Stellvertreterin, Hans Joachim Schumer als Kassenwart und Alfred Hoffmann als Schriftführer den Hospizverein.
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