Weiner-Kohl begründete die neuerliche Verzögerung auf Anfrage mit der noch fälligen verkehrsbehördlichen Anordnung. Dann aber könnten die so genannten „Waschbretter” nach dem Vorbild von Ostwestfalen angelegt werden. Zugleich sei eine entsprechenden Warn-Beschilderung unerlässlich: „Für Motorrad- und Rennradfahrer ist das dann nicht mehr so angenehm”, verspricht sich die Expertin einen Erfolg der verlangten Maßnahme.
Diese geht auf Forderungen von Anwohnern aus Altenhagen II zurück, die sich im vergangenen Jahr besonders über „Wettrennen” von Zweiradlenkern beklagt hatten. Mit Zahlen belegten sie bei Polizei- und Verkehrsbehörden, dass einige Biker mitunter dutzendfach zwischen einem Waldparkplatz und einer Wendemöglichkeit hin- und her kurvten. Der registrierte Rekord lag bei 43 Touren eines einzigen Fahrers an einem Nachmittag.
Das überzeugte offenbar den Landkreis Schaumburg als Straßenbaulast-Träger, der nach Angaben seines Pressesprechers Klaus Heimann die „Waschbretter” auf der K 61 sogar schon als „Pilotprojekt” ansieht. Denn genervte Anwohner gibt es seit längerer Zeit auch auf zwei kurvenreichen Strecken im Bereich der Stadt Rinteln.
Die Altenhäger Lärmschutz-Bürgerinitiative nimmt die neueste Ankündigung der Straßenbaubehörde mit Genugtuung auf. Sie hatte erst kürzlich bei der Kreisverwaltung die bereits im vergangenen September versprochene Maßnahme angemahnt und Kritik geübt, dass die Wintermonate für die weiteren Verfahrensschritte offenbar ungenutzt geblieben seien. Für Sprecher Kai Kietzke hat sich allerdings die vielfach beklagte kühle und regnerische Witterung der letzten Wochen zumindest in dieser Hinsicht positiv ausgewirkt: Der zweifelhafte „Hör-Genuss” des Motorradlärms sei bislang auf einige wenige Sonnentage beschränkt geblieben.