Schaumburger Wochenblatt
  1. Das Fundament für eine gute Freundschaft

    35 Jahre Schaumburger Deutsch-Amerikanische Gesellschaft / Wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung

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    LANDKREIS (jb). "Heute Abend feiern wir eine Freundschaft, die vor 35 Jahren begann. Und ich persönlich glaube, dass "Freunde" die perfekte Beschreibung dafür ist, wie wir übereinander denken", erklärt Susanne Poeschel, Vorsitzende der "Sister Cities Commission" aus der US-amerikanischen Stadt Schaumburg (Illinois). Anlass für ihre weite Reise aus dem Westen war der 35. Jahrestag der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (SDAG). Festlich wurde somit die Partnerschaft mit der Stadt in Illinois im Stift in Obernkirchen gefeiert. Der Zweck des Vereins ist unter anderem die Förderung freundschaftlicher Kontakte zwischen Bürgern und Vereinigungen der beiden Regionen. "Dabei gehen die Anfänge unserer Partnerschaft bis in die 70er Jahre zurück", erklärt Jürgen Watermann, Vorsitzender der SDAG. Damals besuchte eine Gruppe von Schülern der Schaumburg High School das westfälische Soest und unternahm aus diesem Anlass einen Tagesausflug zur Schaumburg. Hier trafen sich zwei ehrenamtlich tatkräftige Menschen, die "Initiative entwickelten, sich engagierten und sich kümmerten". In der Folgezeit hatten sie die Begründung der offiziellen Partnerschaft der beiden Schaumburgs auf den Weg gebracht. "Diese zwei Menschen waren der damalige Bürgermeister von Schaumburg Illinois, Herbert Aigner, und der seinerzeitige Landrat des Landkreises Schaumburg, Ernst August Kranz", so Watermann. Am 18. Februar 1983 wurde die SDAG dann im Staatsarchiv des Bückeburger Schlosses beschlossen. Am 22. März desselben Jahres verabschiedete das Village Council von Schaumburg (Illinois) eine Resolution, mit der die Kreisverwaltung und die Bürger des Schaumburger Landes eingeladen wurden. "Und seit jenem Jahr hat sich diese Freundschaft zu einer der aktivsten transatlantischen Kommunalpartnerschaften entwickelt", führt Watermann aus. Mehr als 8.000 Menschen - sowohl Mitglieder der Verwaltung als auch Polizeibeamte, Jugendliche und viele mehr - haben seitdem an den Austauschen teilgenommen. "Genau diese wollen wir aufrecht erhalten und weiter ausbauen", schlussfolgert Watermann. Für die Zukunft hat sich der Verein vorgenommen, das Angebot für die rund 230 Vereinsmitglieder zu erweitern. Auch die Mitgliedschaft soll attraktiver gestaltet werden, indem mit anderen Partnerschaftsvereinigungen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammengearbeitet werden soll. Als besonderen Gast konnte Watermann anschließend den US-Generalkonsul, Richard Yoneoka, begrüßen. Dieser betonte, dass die gemeinsame Geschichte der beiden Städte das Fundament für die deutsch-amerikanische Freundschaft bildet. Besonders am Herzen lag ihm dabei, dass die Partnerschaften zwischen Städten und Regionen auf vielfältige Weise dazu beitragen würden, dass das transatlantische Verhältnis mit Leben gefüllt wird. Als Beispiel wies er darauf hin, dass viele Deutsche die USA nur aus den Medien kennen würden. Daher halte er persönliche Kontakte zwischen Deutschen und Amerikanern für so wichtig. Auch emotionale Hintergründe fehlten bei dieser Feier keineswegs. Denn Susanne Poeschel betonte, dass das US-amerikanische Schaumburg nur existieren würde, weil Vorfahren aus dem hiesigen Schaumburg in die USA ausgewandert waren. Abschließend würdigte auch Landrat Jörg Farr die Arbeit der SDAG. "Sie können stolz auf Ihren Beitrag zur Völkerverständigung sein", berichtet er. Durch einen Austausch könne man schließlich vieles von der anderen Kultur lernen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der BigBand des Rintelner Gymnasiums Ernestinum.

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