Schaumburger Wochenblatt
  1. Martinimarkt infiziert die Deisterstadt wieder mit dem Jahrmarktfieber

    Es gibt viel zu erleben: Zahlreiche Besucher strömen ins Herz von Rodenberg / Karussellspaß

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    RODENBERG (jl). Einen Glühwein in den Händen, tanzende Lichter im Augenwinkel, vergnügtes Jauchzen in den Ohren, den Duft von Schmalzkuchen und gebrannten Mandeln in der Nase und bekannte Gesichter um einen herum. Ja, es hat die Deisterstädter und ihre aus nah und fern angereisten Gäste wieder "infiziert", das alljährliche Jahrmarktfieber. Trotz der kühlen Temperaturen in den Abendstunden fühlt hier ein jeder die Wärme dieser Traditionsveranstaltung. Und gegen die hochkriechende Kälte hilft der erste heiße Seelenwärmer der Saison - oder einer der heiß begehrten Sitzplätze in der Nähe der Heizkanone im "Schwarzwaldstübchen" Nach zwei bereits erfolgreichen Martinimarkt-Tagen mausert sich am Dienstag die Lange Straße zur reichlich belebten Trödelmeile, je weiter der Zeiger auf der Uhr wandert. Nicht zuletzt das Comeback des Goldenen Oktobers mit 17 Grad und stundenlangem Sonnenschein lässt die Besucher in Scharen in die Innenstadt strömen. Vorbei an Schals, Mützen, Holzbürsten, Geldbörsen, Bonbons in hundert verschiedenen Geschmacksrichtungen, Dekorationsartikeln und vielem mehr der "fliegenden Händler". Während die achtjährige Tamina gerade buntes Kunsthaar eingeflochten bekommt, probiert sich Leander im Dosenwerfen. Mit Erfolg: Der Achtjährige gewinnt sogleich eine Hüpfspirale. Indessen erobert Liara (3) im Western Truck das Kinderkarussell und fährt eine Runde nach der anderen. "Wir wohnen seit 20 Jahren in Rodenberg und haben es bisher jedes Jahr geschafft auf den Martinimarkt zu kommen", erzählt ihr wartender Papa. Andernorts stärkt sich eine Wandergruppe aus Barsinghausen - gelaufen sei sie von Bad Nenndorf aus - mit Glühwein, Schmalzbrot und der traditionellen Jahrmarkt-Mettwurst. Der Jüngste unter ihnen sei 79, der Älteste 85 Jahre, verraten die gut gelaunten Herren. Seit mehreren Jahrzehnten kommen sie fast jährlich zu Fuß her. Aber nicht nur an ihrem Tisch wird sich zugeprostet. Hier und dort trifft man sich und es heißt: "Prost, Jahrmarkt!" Foto: jl

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