Mit einem Banner ruft die Stadt Sachsenhagen Autofahrer dazu auf, die Geschwindigkeit an der Querungshilfe auf der Landesstraße 370 auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren. Hintergrund ist ein schwerer Verkehrsunfall an dieser Stelle.
„Vor ein paar Tagen kam endlich die Rückmeldung aus dem Verkehrsministerium”, teilte der Sachsenhäger Bürgermeister Ralf Hantke mit. In dem übersandten Brief des Ministers „stand aber leider nicht das erhoffte Ergebnis, denn die bisher getroffenen Maßnahmen werden darin als ausreichend angesehen“. Eine Reduzierung auf 30 km/h sei nicht erforderlich.
Im Oktober des letzten Jahres ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall an der Querungshilfe auf der Landesstraße 370 in Höhe Einmündung zur Oberen Straße. Ein siebenjähriger Junge aus Sachsenhagen wurde dabei schwer verletzt.
„Nach diesem traurigen Sachverhalt wurde in Sachsenhagen sehr viel versucht, um die gefahrenträchtige Situation, die auch als Schulweg genutzt wird, an dieser Stelle zu verbessern“, formulierte Hantke. Eine „durch eine engagierte Mutter organisierte Unterschriftensammlung“ erbrachte über 1400 Unterschriften. Diese übergab der Bürgermeister im Rahmen eines Ortstermins an die Vertreter des Landkreises. Auch der Rat der Stadt positionierte sich in einer Sitzung klar für die Verbesserung der Situation mit einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h im Kurvenbereich.
Ein formeller Antrag wurde an den Landkreis Schaumburg gestellt.
Nachdem bei der Stadt Sachsenhagen die abschließende schriftliche Mitteilung des Landkreises einging, dass lediglich weitere Verkehrszeichen (Achtung Kurve rechts und Achtung Kinder) aufgestellt werden, fuhr der Bürgermeister direkt zu Verkehrsminister Tonne, um die Angelegenheit dort persönlich anzusprechen. Aber auch das hatte keinen Erfolg.
Die Stadt hatte bereits zwei sogenannte Street-Buddies aufgestellt und die Beleuchtung über der Querungshilfe mit hellem LED-Licht ausgestattet.
„Jetzt können wir als Stadt im Moment nur noch mit Bitten an die Verkehrsteilnehmenden arbeiten”, sind sich Hantke und seine beiden Stellvertreter Markus Heinz und Sebastian Knoche einig.
Passend zum Schulbeginn wurde ein auffälliges Banner aufgestellt, mit dem noch einmal auf die scharfe und unübersichtliche Rechtskurve hingewiesen und um eine Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern gebeten wird.