Seit einigen Monaten treffen sich in Hagenburg einmal im Monat Frauen, bisher überwiegend aus der Ukraine, die belastende Erfahrungen, Verluste und tiefgreifende Veränderungen in ihrem Leben bewältigen müssen. Zur Gruppe mit dem Namen „Miteinander – füreinander“ können weitere Teilnehmerinnen hinzustoßen.
Viele der Gruppenmitglieder stehen vor der Herausforderung, sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden und gleichzeitig Verantwortung für ihre Kinder und Familien zu tragen. Auch psychische Belastungen wie Einsamkeit oder depressive Verstimmungen oder die Pflege von Angehörigen können thematisiert werden, so die Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen in einer Pressemitteilung. „Es sollen sich alle Frauen angesprochen fühlen, die belastende oder traumatische Erfahrungen gemacht oder zum Beispiel einen Verlust erlitten haben – unabhängig von Herkunft, Nationalität, Alter oder Lebenssituation“, so die Meldung. Die Teilnehmerinnen haben die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen, Austausch und Verständnis zu finden und sich Mut zu machen. Auch soziale Kontakte werden in der Gruppe gestärkt. Themen rund um die Familie, Kindererziehung und Integration können Raum finden.
Sprachliche Hürden sollen in der „offenen und unterstützenden Atmosphäre der Gruppe“ keine Rolle spielen. „Auch deutsche Frauen sind ausdrücklich eingeladen, da der gegenseitige Austausch und das Miteinander für alle Beteiligten eine Bereicherung darstellen können.“
Die Gruppe freut sich über weitere Teilnehmerinnen. Interessierte, die weitere Informationen wünschen oder über eine Anmeldung nachdenken, können sich an die Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen Schaumburg unter 05722 9522-20 (Dienstag, 13 Uhr bis 16 Uhr, Mittwoch 9 Uhr bis 12 Uhr, Donnerstag 11 Uhr bis 15 Uhr) oder selbsthilfe.schaumburg@paritaetischer.de wenden.