Die Persönlichkeit Graf Wilhelms zu Schaumburg-Lippe steht im Mittelpunkt einer Buchvorstellung im Niedersächsischen Landesarchiv in Bückeburg. Am Mittwoch, 3. Juni, um 19 Uhr wird dort ein neuer Sammelband präsentiert, der sich mit Leben und Wirken des bedeutenden Regenten befasst.
Graf Wilhelm (1724–1777) gilt als prägende Figur der schaumburg-lippischen Geschichte. Der weitgereiste Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe vereinte militärisches Geschick mit ausgeprägten Interessen an Musik, Literatur und Philosophie und verkörperte damit in vielerlei Hinsicht das Ideal eines aufgeklärten Herrschers. Bekannt wurde er nicht zuletzt durch seine militärischen Leistungen und den Bau der Festung Wilhelmstein im Steinhuder Meer.
Der nun erschienene Band „Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724–1777). Zwischen Aufklärung und Moderne“, herausgegeben von Stefan Brüdermann, bündelt Vorträge einer Tagung der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Diese fand im Mai 2024 im Bückeburger Schloss statt und stand im Zusammenhang mit dem 300. Geburtstag des Grafen.

Zur Vorstellung im Landesarchiv werden unter anderem Landrat Jörg Farr, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und Dr. Jörg Voigt, Geschäftsführer der Historischen Kommission, erwartet. Den Fachvortrag des Abends hält Prof. Dr. Gerd Steinwascher (Universität Oldenburg). Er spricht über neue Forschungsergebnisse zu Graf Wilhelm und beleuchtet dessen Rolle als Regent eines kleinen, aber einflussreichen Territoriums. Steinwascher war zu Beginn seiner Laufbahn als wissenschaftlicher Archivar in Bückeburg tätig und leitete später Archive in Osnabrück und Oldenburg.
Im Anschluss an den Vortrag lädt die Historische Kommission zu einem Empfang ein. Der Sammelband ist seit Mitte Mai im Buchhandel für 32 Euro erhältlich; bei der Veranstaltung wird er zudem an einem Büchertisch der Hofbuchhandlung Frommhold angeboten.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird jedoch erbeten; telefonisch unter 05722/967730 oder per E-Mail an bueckeburg@nla.niedersachsen.de.