DANKE - die Kraft der Dankbarkeit | Schaumburger Wochenblatt

15.10.2026 14:21

DANKE - die Kraft der Dankbarkeit

Wenn sich im Oktober die Blätter färben und der Herbst Einzug hält, feiern wir Erntedank. Zeit zum Innehalten und dankbar auf das zu schauen, was uns geschenkt wurde. Trotz der Trockenheit in diesem Jahr bleibt die Hoffnung auf eine gute und ausreichende Ernte.

In unserer Kirche hatten wir neben einem geschmückten Altar auch einen Dankbarkeits-baum aufgestellt mit folgendem Text dazu: „Danke für all das Gute, das uns geschenkt wird.” Jeder konnte ein grünes Blatt mit Dankesworten anhängen. Der Baum wurde wieder symbolisch lebendig.

Die Antworten waren vielfältig und berührend. Sie galten der Familie, dem eigenen Zuhause, Freunden und dem Geschenk des Lebens. Andere dankten für einen schönen, sonnigen Tag, für wertvolle Erinnerungen, für Gesundheit und dafür, dass es ihnen und ihren Lieben gut geht. Manche schrieben nur: für alles.

Diese Worte kommen von Herzen. Dankbarkeit ist eine Lebenshaltung, denn man weiß, dass nichts selbstverständlich ist. Uns steht so eine Fülle nicht nur an Lebensmitteln zur Verfügung, aber dennoch fällt es oft schwer, danke zu sagen. Man ist vielleicht in einer schwierigen Situation; Trauer und Krankheit und Sorgen spielen oft eine Rolle.Im Rückblick auf vergangene Zeiten oder zum Jahreswechsel stellt man aber doch so manches Mal fest, dass mich eine Kraft durchgetragen hat. Es läuft im Leben nicht immer alles „rund”, aber dennoch gibt es diese Lichtblicke - sei durch unerwartete Hilfe, Begegnungen, liebevolle Gesten.

Zu danken macht daher mich und mein Gegenüber glücklich und zufrieden. Auch unser Glaube findet in der Dankbarkeit seinen Ausdruck und ebenso die Beziehung zu Gott, die ja nicht immer einfach ist und uns oft mit Fragen und Zweifeln begleitet. In anderen Menschen leuchtet oft Gutes und Freundliches auf, das man als göttliche Nähe verstehen kann. Das bereichert und beschenkt einen sehr. Ein Gebet bringt diese Haltung auf schöne Weise zum Ausdruck:
Herr, mein Gott, ich danke Dir, dass ich bin, dass ich lebe, dass mich Deine Hände führen, dass ich Deinen Atem spüren und Dich Vater nennen kann. Danke für jeden Sonnenstrahl,
für den Frieden in meinem Herzen und dafür, dass Du mich auf all meinen Wegen begleitest.
Amen.
Mit diesem Gebet wünschen wir allen Leserinnen und Lesern einen gesegneten und „goldenen” Herbst.


Kath. Kirchengemeinde Bad Nenndorf
Kath. Kirchengemeinde Bad Nenndorf

Kath. Kirchengemeinde Bad Nenndorf

Renate Thiemann

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