Seit dem Umzug der Integrierten Gesamtschule Rinteln im Herbst 2021 in den Neubau an der Burgfeldsweide steht das ehemalige Schulgebäude in der Klosterstraße 18 am Kollegienplatz leer. Ein zwischen 2017 und 2020 ausgearbeitetes Nachfolgekonzept ließ sich angesichts erheblicher Kostensteigerungen nicht mehr realisieren; die Rahmenbedingungen für Bauinvestitionen haben sich insbesondere seit Anfang 2022 deutlich verändert.
Eine von der Stadtverwaltung beauftragte Machbarkeitsstudie soll Wege zur Beseitigung des Leerstands aufzeigen und das denkmalgeschützte, ortsbildprägende Ensemble nachhaltig erhalten. Als mögliche Nutzung kommen demnach eine Nebenstelle des Gesundheitsamtes und die Kreisjugendmusikschule in Betracht. Das Gebäude erfülle die Raumbedarfe beider Nutzungen. Die zentrale Lage in der Rinterner Innenstadt biete zudem eine gute städtebauliche Anbindung.
Eine abschließende Entscheidung über die Beauftragung der Umbauarbeiten ist erst auf Grundlage einer noch ausstehenden Kostenschätzung zu erwarten. Die erforderlichen Unterlagen sollen in den kommenden Wochen zusammengestellt werden. Zugleich prüft die Stadt Möglichkeiten zur Einwerbung von Fördermitteln von EU, Bund und Land.
Der Landkreis Schaumburg zeigt ein grundsätzliches Interesse an einer Anmietung der Räumlichkeiten; die bisherigen Gespräche verliefen positiv. Nach Vorlage der Kostenschätzung sollen die Verhandlungen mit dem Kreis fortgesetzt werden.