Unternehmer Jochen Kreft erprobt im ehemaligen Sportgeschäft in der Marktpassage im Zentrum Stadthagens eine neue, innovative Geschäftsidee. Spieler können dort mit Hilfe von VR-Brillen in eine digitale Welt eintauchen und in verschiedenen virtuellen Erlebnislandschaften aktiv werden.
Wo Käufer über Jahrzehnten Sport-Schuhe und -Artikel sowie Wanderausrüstung in großer Auswahl fanden, erwartet Interessierte nun eine sogenannte „virtuelle Arena“. Geschäftsmann Jochen Kreft stellte das Angebot kürzlich bei einem Termin Mitgliedern des Stadtmarketingvereins Stadthagen vor. Die zeigten sich größtenteils beeindruckt, nachdem sie sich in den verschiedenen digitalen Spielwelten ausprobieren durften. Reaktionsvermögen und Beweglichkeit waren gefragt, wenn es zum Beispiel galt, in einer Art Tennisspiel die Bälle zu treffen oder sich nach dem Vorbild von Paintball oder Lasertag ein „Pistolen-Duell“ zu liefern. Die großen VR-Brillen versetzen die Teilnehmer jeweils in die verschiedenen Erlebniswelten, mit den Controllern in den Händen können Aktionen ausgeführt werden. Auch das Entkommen aus „Escape-Räumen“ ist hier möglich. Durchaus adrenalin- und schweißtreibend sind die Aktivitäten in dieser „Virtual Arena“, wie die Teilnehmer rasch feststellten.
Jochen Kreft erklärte, dass dies ja einen gewissen Anknüpfungspunkt an die Vergangenheit der Räumlichkeiten setze. Im früheren Familiensporthaus stand schließlich auch die Ausstattung für Sport und Bewegung im Mittelpunkt.
Im Zuge der Schließung und dem Abverkauf habe er viele verschiedene Nachnutzungen im Bereich Einzelhandel in Erwägung gezogen, wie der Geschäftsmann berichtete. Unter den heutigen Bedingungen sei dies jedoch abseits der großen Städte kaum erfolgversprechend, so das Ergebnis der Überlegungen. Stattdessen entschloss sich Kreft, es mit virtuellen Erlebnisangeboten zu versuchen. Hier dachte er in verschiedene Richtungen, fand schließlich die Partnerschaft mit der Schweizer Firma „Virtual Discovery AG“ am überzeugendsten. Ein Vorteil sei die große Vielfalt möglicher Spielwelten.
Hinzu kommt eine Sportstation, die Kinder durch Videospielcharakter in Bewegung bringen soll. Entwickler Alexander Paes betonte, dass der Charakter der Spiele sehr motivierend auf die Mädchen und Jungen wirke und diese so tatsächlich in Schwung bringe.
Kreft hat die Arena gemeinsam mit Mitarbeitern der „Virtual Discovery AG“ in kurzer Zeit aufgebaut, erste Buchungen für das Erlebnis waren bereits eingegangen. Der städtische „Stadt.Fonds“ unterstützt das Projekt mit bis zu 5000 Euro. Auch junge Leute anzusprechen, einen Leerstand zu beseitigen, Menschen wieder in die Innenstadt zu bringen und innovative Ansätze zu wählen, all diese für den Fonds als wichtig definierte Kriterien erfüllt das Projekt.
Dieses ist zunächst als „Pop-Up-Angebot“ angelegt, es befindet sich also in einer Erprobungsphase. Kreft hofft, dass sich Freundes-Gruppen in verschiedenen Größen, Vereine und Familien einbuchen. Auch zum Beispiel das Feiern von Kindergeburtstagen sei hier sicherlich interessant. Weitere Informationen gibt heir marktpassage.virtual-arena.ch/de.
Etwa bis zum Jahreswechsel soll die Erprobungsphase dauern. Wird sie gut angenommen, könnte die „Virtual Arena“ zu einem dauerhaften Angebot werden. Dann sei die Ausdehnung des Spielbereichs auf die gesamte ehemalige Verkaufsfläche denkbar, so Kreft. In diesem Fall würde in der Marktpassage eine der größten derartigen Arenen in Deutschland entstehen.
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