Aus diesen Zahlen sollte man nicht vorschnell schließen, dass Respekt vor Einsatzkräften generell erheblich schwindet – auch wenn das jetzt zweifellos mitwirkt. Denn tatsächlich trägt auch die Flut an Einsätzen dazu bei, die Polizistinnen und Polizisten sowie Rettungskräfte unter enormen seelischen Belastungen bewältigen müssen, wo für alle Beteiligten ein hohes Verletzungsrisiko droht – sei es bei häuslichen Gewaltdramen, psychischen Krisen oder öffentlichen Auseinandersetzungen, die auch durch den demografischen Wandel und soziale Spannungen zunehmen. Jeder einzelne Angriff bleibt ein Angriff zu viel, der nicht entschuldigt werden kann. Deshalb gebührt all jenen, die sich Tag für Tag für die Gemeinschaft in Gefahr begeben, unser tief empfundener Dank, volle Unterstützung und ein starkes Bekenntnis zu mehr Prävention sowie härteren Konsequenzen für Täter.