Polizei stoppt Tour mit getuntem E-Roller | Schaumburger Wochenblatt

13.10.2026 10:34

Polizei stoppt Tour mit getuntem E-Roller

Am Montagnachmittag, dem 12. Oktober, haben Beamte der Polizei Stadthagen gegen 15:36 Uhr zwei Jugendliche auf einem augenscheinlich manipulierten Elektrokleinstfahrzeug (E-Scooter) gestoppt.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand befuhren die beiden 15 und 16 Jahre alten Jugendlichen aus Stadthagen gemeinsam die Fußgängerzone in der Niedernstraße, so die Polizei in einer Pressemeldung. Dabei habe der 15-Jährige das Fahrzeug gesteuert, während der 16-Jährige hinten auf dem E-Scooter gestanden habe. Den eingesetzten Beamten habe sich vor Ort der Verdacht aufgedrängt, dass das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von geschätzten 35 km/h erreiche. Der 15-jährige Fahrer sei nicht im Besitz einer für diese Geschwindigkeit erforderlichen Fahrerlaubnis gewesen. Der 16-Jährige habe dem Jüngeren das Fahrzeug zuvor überlassen.
Die Polizeibeamten stellten den E-Scooter sicher und leiteten gegen den 15-Jährigen ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Auch gegen den 16-Jährigen leiteten die Einsatzkräfte ein Strafverfahren wegen des Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.

Rechtliche Bestimmungen

Die Polizei weist auf die rechtlichen Bestimmungen und erheblichen Gefahren bei der Nutzung von E-Scootern hin:
Die Nutzung ist zu zweit verboten: Elektrokleinstfahrzeuge sind ausnahmslos für die Beförderung von nur einer Person zugelassen. Die Mitnahme von Passagieren verschlechtert das Fahr- und Bremsverhalten drastisch und erhöht das Sturz- sowie Verletzungsrisiko.
Die Fußgängerzone ist tabu: Das Befahren von Fußgängerzonen mit E-Scootern ist grundsätzlich untersagt, sofern dies nicht durch Zusatzschilder ausdrücklich erlaubt ist.
Manipulationen haben Konsequenzen: Durch eine Veränderung der Höchstgeschwindigkeit (Tuning über 20 km/h) erlöschen die Allgemeine Betriebserlaubnis sowie der Versicherungsschutz. Zudem wird das Fahrzeug dadurch fahrerlaubnispflichtig, was bei Fehlen der entsprechenden Klasse strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht.


Bastian Borchers
Bastian Borchers
Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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