Eine 75-jährige Frau aus Rinteln fiel am Montag, dem 12. Oktober, einem professionell organisierten Schockanruf zum Opfer. Die Betrüger gaben sich als Polizeibeamte aus und überzeugten die Seniorin, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Um angebliche Krankenhauskosten zu decken, übergab die Frau am Abend einem Unbekannten Bargeld im fünfstelligen Bereich.
Der Anruf, der gegen 16 Uhr begann, stammte angeblich von einer Polizeivollzugsbeamtin namens Anna Miller. Die Täter setzten die Frau über vier Stunden lang unter Druck und spielten ihr gefälschte Audiodateien der vermeintlichen Tochter vor. Schließlich übergab die Seniorin gegen 20:40 Uhr an der Breslauer Straße das Geld an einen unbekannten Mann.
Die Polizei beschreibt den Geldabholer als etwa 20 bis 25 Jahre alt, circa 180 Zentimeter groß und schlank. Er soll ein osteuropäisches Erscheinungsbild haben, russisch akzentfrei sprechen und glatte, dunkle, kinnlange Haare tragen. Bekleidet war er mit einer dunkelgrauen Jacke.
Zeugen, die im relevanten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Breslauer Straße beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Rinteln unter 05751/96460 zu melden. Anwohner sollten vorhandene Videoaufzeichnungen überprüfen und verdächtige Feststellungen der Polizei melden.
Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche und betont, dass sie niemals telefonisch Auskünfte über Vermögensverhältnisse oder die Übergabe von Bargeld fordert. Bei solchen Anrufen sollte das Gespräch sofort beendet und die Polizei direkt kontaktiert werden. Angehörige, insbesondere ältere Familienmitglieder, sollten über diese Betrugsmaschen informiert und sensibilisiert werden.