Es stand Spitz auf Knopf für den Todenmanner Traditionsverein: Im Mai versammelten sich 25 Mitglieder im Schützenhaus zur bereits dritten Mitgliederversammlung in diesem Jahr. Die Agenda war denkbar dramatisch – entweder ein neuer Vorstand wird gefunden oder der Verschönerungsverein Todenmann (VVT) muss aufgelöst werden. Doch statt des Endes erlebten die Anwesenden einen fulminanten Neustart voller frischer Ideen.
Frischer Wind statt alter Zöpfe
Dass sich etwas bewegen muss, um den Verein zukunftsfähig zu machen, war vielen klar. Rolf Schmidt präsentierte die Rettung in Form einer engagierten Arbeitsgruppe. Deren Bedingung für einen Neustart: Die Satzung muss modernisiert werden, um auch die jüngere Generation ins Boot zu holen. Die Vorschläge stießen auf offene Ohren und wurden mit überwältigender Mehrheit angenommen.
Neuer Name, neues Glück
Um den Fokus weg von der reinen „Arbeit des Verschönerns“ zu lenken und alle Generationen anzusprechen, heißt der Verein ab sofort „Kirschendorf Todenmann e.V.“. Auch das bewährte Dorfwappen wird als Logo übernommen. Der Fokus soll auf die Jugend gelegt werden. Um den Nachwuchs zu begeistern, sind Mitglieder bis zum 21. Lebensjahr ab jetzt beitragsfrei. Gleichzeitig wird ihnen schon ab 16 Jahren ein volles Stimmrecht eingeräumt. An der Spitze ist Flexibilität angesagt. Der Vorstand kann sich in Zukunft mit „mindestens“ einer oder einem stellvertretenden Vorsitzenden breiter aufstellen. Die wichtige Gemeinnützigkeit des Vereins bleibt von den Änderungen unangetastet.
Ein starkes neues Team für die Zukunft
Nach den wegweisenden Beschlüssen ging es an die Neuwahlen, die Rolf Schmidt einstimmig für sich als neuen 1. Vorsitzenden verbuchen konnte. Ihm zur Seite stehen Daniel Hundertmark und Fabian Czekalla als stellvertretende Vorsitzende. Die Finanzen führt künftig Kassiererin Sylva Herzig, während Danny Grüneberg das Amt des Schriftführers übernimmt. Als Beisitzer unterstützen Björn Rinne und Jürgen Depping. Die Kasse wird von Alexander Berndt, Alexander Kondrat und Frank Exner geprüft.
Nicht „Besserwisser“, sondern „Bessermacher“ gesucht
Dass das neue Team keine Zeit verlieren will, zeigt der Blick in den Kalender: Bereits am 27. Juni steht der zweite Arbeitseinsatz des Jahres am Dorfteich an. Schmidt rief die Mitglieder dazu auf, nicht als „Besserwisser“, sondern als „Bessermacher“ aktiv zu werden. Das Konzept greift: Zahlreiche Anwesende trugen sich spontan in Listen ein, um mit anzupacken oder eine konkrete „Patenschaft“ für Bänke, Wegweiser oder Schaukästen in der Nachbarschaft zu übernehmen. Auch Rintelns Bürgermeisterin Lange zeigte sich begeistert von der geglückten Rettung.