Rutsch inne Kuhle | Schaumburger Wochenblatt

Rutsch inne Kuhle

Heinz-Jürgen Baumgarten stellt seinen zweiten Band mit plattdeutschen Geschichten vor.  (Foto: gi)
Heinz-Jürgen Baumgarten stellt seinen zweiten Band mit plattdeutschen Geschichten vor. (Foto: gi)
Heinz-Jürgen Baumgarten stellt seinen zweiten Band mit plattdeutschen Geschichten vor. (Foto: gi)
Heinz-Jürgen Baumgarten stellt seinen zweiten Band mit plattdeutschen Geschichten vor. (Foto: gi)
Heinz-Jürgen Baumgarten stellt seinen zweiten Band mit plattdeutschen Geschichten vor. (Foto: gi)

Der Wunstorfer Heinz-Jürgen Baumgarten ist bereits als Kind mit der plattdeutschen Sprache groß geworden. So war es dann auch kein Wunder, dass er von Anfang an aus der Kinder- und Jugendzeit, der Bundeswehr, von unterwegs oder auf Reisen alles aufgeschrieben hat. Früher per Hand oder Schreibmaschine auf Papier und später auf einem Laptop wurde alles festgehalten.

„Ich habe aus meinem Gedächtnis heraus alles notiert, was mir wichtig erschien“, so Baumgarten. Nach dem ersten Band von „Plattdeutschen Geschichten ut Wunstörpe un Öberall“, ist nun der zweite Band fertig gestellt. Auf 85 Seiten werden 35 Geschichten erzählt. Unter anderem auch „Rutsch inne Kuhle“. Diese Geschichte ist kurz und nachfolgend wiedergegeben. Das Buch ist zu den üblichen Öffnungszeiten im Heimat-Info im Rathaus zu bekommen.

Rutsch inne Kuhle

Ek was wohl in tweiten Lehrjahr da krege min Lehrmeester en Updrach bi de Isenbohn an dat niege Schrankenhus ne Dachrinne un en Klo un Waterleitung legen. De Waterleitung lach buten för dat niege Hus. Ek lope rümme um dat Hus Waterleitung hebbe nich funnen. Da käm de Meester an un bölke mi an „go up de anneren Site do is en lütschet Lock do ist de Waterleitung un de Afsteller inne. Nu bün ek um dat Hus rum lopen.

Do was noch ne annere Kuhle me Brettern afdeckt ek über de Bretter wech un rums sat ek in düssen Lock inne. Twei Bretter wörn so morsch dat ek da dör brocken bin, bet anne Kneie. Glöv man janich wat do inne was, dat was son scheunen Duft. Dat was ne Jauchekuhle. Min Kollege hät mi rut togen. Ek hebbe stunken as en olen Ochse. Use Warksteel was jo nich wiet wech. Bün röber lopen un min Kollege hät nen Waterschlauch nohmen un mi afspritzet.

Nu up Fohrrad rup un af na Huse hen. In Huse hät dann mine Modder nochmols me Water afspritzet un dann inne Wanne rin un den Duft abwoschen. Niege Klamotten an, in ne Warksteel bün ek dann nich mehr föhrt. Nu passet alle up un goht ni nich über Bretter de öber ne Kuhle liegen deit, man könne jo in brecken, oder?


Hans-Heiner Giebel (gi)
Hans-Heiner Giebel (gi)

Freier Journalist

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