Der Verwaltungsausschuss des Stadthäger Rates hat beschlossen, die Festhalle in die Hände eines Investors zu geben, der diese saniert und betreibt. So ist in den kommenden Monaten von einem Start der Baumaßnahmen auszugehen und nach deren Abschluss von einem Neubeginn des Veranstaltungsbetriebes.
Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) betonte, dass sich mit dem nun gewählten Investorenmodell eine deutlich bessere Perspektive auftue als bei einem Betrieb in Eigenregie durch die städtischen Wirtschaftsbetriebe. Er gehe davon aus, dass die Festhalle in Zukunft in einer „höheren Liga“ spielen werde, so der Bürgermeister im Pressegespräch.
Der grundsätzliche Kurs hin zum Abschluss eines Erbrechtsvertrages mit einem Privatinvestor war schon seit längerer Zeit durch eine Entscheidung des Rates vorgespurt. Nun sind die entsprechenden Verträge bis in die Einzelheiten ausgearbeitet und wurden durch den nichtöffentlich tagenden Verwaltungs-Ausschuss einstimmig befürwortet, wie Theiß erklärte. Investor Hermann Kempf aus Bückeburg wird die Halle für 30 Jahre in Erbpacht übernehmen und zunächst sanieren. Anschließend vermarktet er das Gebäude. Nach den 30 Jahren fällt es wieder zurück an die Stadt (beziehungsweise die Wirtschaftsbetriebe). Eine Erbpacht werde der Investor nicht entrichten, wie Theiß informierte. Dieser müsse erheblich in die Sanierung investieren. Andererseits werde die Stadt sich an diesen Kosten auch nicht mit einem Zuschuss beteiligen, was zwischenzeitlich auch zur Diskussion gestanden habe. Unter anderem plane der Investor auch, das Dach etwas höher zu setzen.
Kerstin Klotz, Geschäftsführerin der städtischen Wirtschaftsbetriebe, begrüßte im Pressegespräch den nun eingeschlagenen Kurs. Sie gehe davon aus, dass es gelinge, die Festhalle zu einem Alleinstellungsmerkmal für Stadthagen zu machen, das weit über die Stadt hinaus strahle. Die Wirtschaftsbetriebe hatten im Rahmen der bisherigen Beratungen geäußert, nicht über das Personal zu verfügen, um die Festhalle wieder in Eigenregie zu betreiben. So empfinde sie die nun gefundene Lösung als sehr positiv, so Klotz. Weitere Informationen folgen.