Die Initiative „Deutschland besser machen – mit der zukunftsfähigen Stadt“ fördert demokratische Teilhabe. Damit unterstützt die Körber-Stiftung Städte und Gemeinden, um Bürger sowie Vertreter aus der Verwaltung an einen Tisch zu bringen. Anfang 2025 startete die Stiftung unter anderem in Stadthagen mit dem Ziel, zum Thema „Lokale Klimaprojekte“ Bürgerinnen, Bürger und Institutionen in Tischgesprächen bei der Entwicklung von konkreten Projekten zu unterstützen. Gemeinsam mit Britta Dostert und Ira Panolias von der Stadt Stadthagen und Heinz Aumann vom Verkehrsverein Stadthagen und Umgebung, präsentierte der Programmleiter Demokratie der Körber-Stiftung, Hannes Hasenpatt, Ende Oktober insgesamt sieben lokale Projekte als Ergebnis der zurückliegenden Arbeit. Etwa 40 interessierte Personen waren der Einladung zur Ergebnisschau gefolgt und waren begeistert von den Ideen und dem Engagement der Beteiligten.

155 Beteiligte bei 27 Tischgesprächen

Paula Gerhardstein, Programm-Managerin bei der Körber-Stiftung, gab einen Überblick über den Verlauf und konnte auf 27 organisierte Tischgespräche mit 155 Teilnehmern zurückblicken. Daraus waren 34 Presseveröffentlichungen entstanden. Eindrucksvoll wurde das Ergebnis der Arbeit an der Frage: “Was wünschen sich junge Menschen von ihrem Marktplatz?“ dargestellt. Angelehnt an das Konstruktions-Computerspiel „Minecraft“, hatten IGS-Schüler der Jahrgänge fünf bis sieben, mittels selbst erschaffener Avatare Gestaltungsmöglichkeiten des zukünftigen Marktplatzes erstellt. Die Ergebnisse waren der Stadt zugeleitet worden und die Stadtplanerin Marion Oblasser-Nossek versprach in einer verlesenen Stellungnahme, die Ideen bei der Planung zu berücksichtigen. Ein zweites Projekt beschäftigt sich mit der Gestaltung einer Brachfläche an der Krummen Straße mit dem Ziel Biodiversität zu schaffen. Mit dem „Gelben Band“ sollen in einem weiteren Projekt, zukünftig in der Umgebung Bäume markiert werden, von denen für den Eigenbedarf geerntet werden darf. Eine Gruppe beschäftigt sich mit der Frage, wie der Eberhard-von-Breitenbuch-Platz an der Zehntscheune nachhaltig belebt und begrünt werden kann.

5.000 Krokusse am wall gepflanzt

Gemeinsam mit den Stadthäger Grundschulen hatte der Verkehrsverein über 5.000 Krokus-Zwiebeln am Wall gepflanzt. Weitere 1.500 Zwiebeln folgen. Ein seit 2016 in der Überlegung vorhandenes Projekt soll neu belebt werden. Unter dem Motto „Toben erlaubt“ soll ein Netzwerk für die Schaffung und Pflege einer Hundefreilauffläche geschaffen werden. Mit Unterstützung der St. Martini-Gemeinde wird am Jakob-Dammann-Haus ein Food-Charing-Stand eingerichtet. Der „Fairteiler“ soll durch gemeinsames Handeln Lebensmittel retten. In der Darstellung der Projekte wurde deutlich, dass alle noch nicht abgeschlossenen Arbeiten weitergeführt werden. Im Interview waren sich Dostert, Panolias, Hasenpatt und Aumann einig, dass die Tischgespräche zu tollen Kontakten geführt und die Ideen eine Reihe von engagierten Menschen zusammengeführt haben. Heinz Aumann:“ Ich kann mir vorstellen, wenn jetzt neue Ideen kommen, können wir die ein oder andere Tretmine vermeiden.“ Für das geeignete Ambiente mit exotischen Speisen für die ausführlichen Gespräche nach der Präsentation hatte Sunita Kumar mit ihren ehrenamtlichen Köchinnen vom „Food-Lab“ gesorgt. Der Vorsitzende des heimischen Verkehrsvereins, Heinz Aumann, bedankte sich bei den Unterstützern der Körber-Stiftung mit einer selbst-gestalteten Schiefertafel mit einem Bildnis der Amtspforte.