Generationenwechsel bei Haster Lesepaten | Schaumburger Wochenblatt

06.10.2026 07:04

Generationenwechsel bei Haster Lesepaten

Julia Rolfes und Eike Loos. (Foto: gk)
Julia Rolfes und Eike Loos. (Foto: gk)
Julia Rolfes und Eike Loos. (Foto: gk)
Julia Rolfes und Eike Loos. (Foto: gk)
Julia Rolfes und Eike Loos. (Foto: gk)

Die Lesepatenkonferenzen finden in der Haster Grundschule regelmäßig statt. Doch die Jüngste Versammlung dieser Art galt besonders dem langjährigen Lesepatenkoordinator Eike Loos, der im 82. Lebensjahr immer noch für die Begleitung der Lesepaten an der Grundschule aktiv einsetzte.

Innerhalb der Konferenz, mit 25 ehrenamtlichen Lesepaten, dem Lehrerkollegium sowie der Schulleiterin Britta Lehmann, wurde Loos feierlich aus diesem Dienst an den Kindern verabschiedet. In einer bewegenden Ansprache wurde ihm für sein unermüdliches Engagement besonders gedankt. Loss freute sich, dass anschließend mit Julia Rolfes eine Nachfolgerin im Amt der Koordinatorin vorgestellt und im Kreise der Aktiven herzlich willkommen geheißen werden konnte.

Da der Altersdurchschnitt im Team steigt, betonte der scheidende Koordinator Loos, wie wichtig die kontinuierliche Gewinnung jüngerer Freiwilliger sei. Der Bedarf an Leseförderung nehme eher zu, da „vielen Kindern zu Hause kaum vorgelesen wird und die Konzentrationsfähigkeit im Grundschulalter nachlässt“.

Zugleich bringe das Ehrenamt den Beteiligten viel Freude. „Einige Paten baten sogar um zusätzliche Lesekinder, und nicht selten entstehen langfristige Wegbegleitungen.“ „Mein erstes Lesekind ist mittlerweile verheiratet und hat zwei Kinder“, berichtete stolz eine Lesepatin.
Doch das Lernprojekt geht weit über das reine Lesen hinaus: Der zwanglose Austausch und die persönliche Zuwendung sind entscheidend für die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder.

Daher arbeiten die Lesepaten auch mit Erstklässlern zusammen, die noch gar nicht lesen können. Das Kollegium hält engen Kontakt zu den Engagierten, gibt Rückmeldungen zu Lernerfolgen und stellt ausgediente Schulbücher als Fundgrube für Lesestoff bereit.

Belastend für die ehrenamtliche Arbeit sei hingegen das wiederkehrende Problem der Raumnot an der Schule. Einige Paten berichteten, dass sie mitunter bis zu zehn Minuten nach einem freien Raum suchen müssten. Schulleiterin Britta Lehmann zeigte volles Verständnis und betonte die Pflicht der Politik, mehr Kapazitäten an dieser Schule zu schaffen.

Wer sich für eine ehrenamtliche Lesepatenschaft an der Grundschule Haste interessiert oder das Team unterstützen möchte, kann sich per E-Mail direkt an Julia Rolfes wenden: g.rolfes@email.de.


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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