Am letzten Freitag im April, dem 24. April 2026, wird europaweit der „Tag der Streuobstwiese“ gefeiert – ein Anlass, der die Bedeutung dieser geschützten Biotope für Artenvielfalt und Kulturgut hervorhebt. Auch in Rinteln gibt es ein solches „Juwel”: Die vier Hektar große Streuobstwiese in Steinbergen unterhalb des Steinzeichens, entstanden als EXPO-2000-Ausgleichsmaßnahme.
Ehrenamtler Bernhard Wünsche engagiert sich seit 2021 intensiv für die Fläche. Durch einen Zeitungsartikel aufmerksam geworden, bildete er sich in Obstbaumschnittkursen weiter und kooperiert mit NABU Rinteln, Stadt und Bauhof. Gemeinsam pflanzten sie Dutzende alte Obstsorten wie Boskop-Äpfel, Birnen oder Kirschen, räumten invasive Pflanzen wie Brennnesseln weg und installierten Nistkästen. Highlandrinder eines Hobby-Landwirts beweiden die Wiese naturschonend.
Bernhard Wünsche als aktiver Pensionär stellt fest: „Die Arbeit in der Natur hält gesund und ist zugleich ein aktiver Beitrag zum
Klimaschutz.“ Die Ernte teilt er mit Schulen und Kitas zum Entsaften. Künftig sollen Imker, Schafe und engere NABU-Bad-Eilsen-Kooperation dazukommen. Wer sich ebenfalls engagieren möchte, kann sich direkt an ihn oder an die Stadtverwaltung Rinteln, Frau Wahl (05751/403-501, jk.wahl@rinteln.de), wenden.