In der zweiten Oktoberwoche hat das Schaumburger Wochenblatt eine Umfrage gestartet, um einen Eindruck von Raserei und Autoposern im Landkreis zu gewinnen. Gefragt waren konkrete Orte, typische Zeiten und eigene Erlebnisse. Im Raum Bad Nenndorf/Rodenberg bündeln sich die Hinweise besonders auf Straßen in den beiden Städten.
In Bad Nenndorf wird die Bahnhofstraße siebenmal genannt, die Horster Straße fünfmal. Hinzu kommen die Straße An der Feuerwehr, die Kurhausstraße und Parkplätze an Einkaufsmärkten sowie am Gymnasium. In Rodenberg fällt die Lange Straße sechsmal mit eindeutiger Ortszuordnung, die Suntalstraße dreimal. Diese Nennungen zeigen wiederkehrende Beschwerdepunkte, sind aber keine Rangliste der gefährlichsten Straßen.
Wie sehr Fahrzeuglärm den Alltag belasten kann, beschreibt ein Teilnehmer für die Straße Am Thermalbad. In heißen Sommernächten sei es ihm kaum möglich gewesen, durchzulüften oder bei offenem Fenster zu schlafen. Andere Rückmeldungen schildern lautes Beschleunigen und knallende Auspuffgeräusche an der Horster Straße und An der Feuerwehr.
Die Sorgen beschränken sich nicht auf auffällige Autos. Ein Einsender zur Kramerstraße nennt auch Lieferdienste, Elektroroller und Fahrräder. Ältere Menschen hätten Schwierigkeiten, sich sicher zu bewegen. „An spielende Kinder ist überhaupt nicht zu denken“, schreibt er. Er wünscht sich Temposchwellen.
In Rodenberg beschreibt eine Rückmeldung die Belastung an Suntalstraße und der Langen Straße: „Der Lärm, den die Autoposer abends/nachts auf der Suntalstraße/Langen Straße machen ist sehr nervig.“ Ein weiterer Teilnehmer schildert ein aus seiner Sicht gefährliches Überholmanöver mit zwei Fahrzeugen auf der Strecke von Dreisteine Richtung Rodenberg.
Auch aus Apelern, Lauenau und Pohle liegen Hinweise vor, etwa zur Straße Auf der Mede, zur B442 und zur Rosenstraße. Die freiwillige Umfrage ist nicht repräsentativ. Geschilderte Geschwindigkeiten und Vorfälle sind zunächst Leserangaben. Ob und welche Maßnahmen an den genannten Stellen greifen könnten, lässt sich daraus nicht ableiten.
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Einige wenige Geschwindigkeitskontrollen von der Polizei sind wirkungslos „verpufft”. Dabei wäre es ganz einfach. Sogenannte Temposchwellen würden hier schnell Abhilfe schaffen. Das beste Beispiel hierfür ist die Grover Straße in Rodenberg. Da fahren sie nämlich nur durch – und gezwungenermaßen langsam –, wenn sie es wirklich müssen, und ansonsten auch nur zweimal – das erste und das letzte Mal.