Toter Biber gibt Rätsel auf | Schaumburger Wochenblatt

04.04.2024 10:32

Toter Biber gibt Rätsel auf

Ein toter Biber wurde zwischen der Eisenbahnbrücke Rehren und der Mühle Rehren gefunden. Dies hat Karl Heinrich Meyer, Wegraine AG in Schaumburg, dem Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gemeldet. Meyer ist dort Säugetiermelder. „Niemand weiß, wie lange das Tier dort schon im Wasser treibt und woran es gestorben ist“, sagt Meyer. Mithin ein Grund, warum sich der NLWKN darum kümmern muss.

„Ich melde dort aus meiner Heimat die Biberbauten, Biberfraßstellen, aber auch das mögliche Aufkommen von Fischottern, wenn sie gesichtet werden.“ Die Meldung vollzog er anhand eines entsprechenden und offiziellen Meldebogens. Und das aus gutem Grund: „Die lebenden Tiere werden landesweit erfasst.“ Aber was ist mit diesem Tier geschehen? „Als Laie darf man solche Tiere nicht anfassen oder gar entsorgen. Der letzte tote Biber wurde von der Naturschutzbehörde eingesammelt. Dabei hat man einwandfrei festgestellt, dass das Tier überfahren wurde.“ In dieser Weise müsste das jetzt aufgefundene Tier ebenfalls untersucht werden, um festzustellen, was dessen Todesursache ist. „Der Biber kann auf natürliche Weise gestorben sein. Jetzt ist aber auch die Zeit, wo zweijährige Biber das Elternhaus verlassen und sich ein eigenes Revier suchen müssen. Dabei kann es auch zu einem tödlichen Kampf unter den Bibern kommen. Drei Biberbehausungen gibt es in diesem Bereich. Somit könnte das tote Tier aus einem der Bauten stammen. Aber es könnte auch auf Wanderschaft in diese Bereiche eingedrungen sein. Es ist auch nicht auszuschließen, dass jemand versucht hat, das Tier zu erlegen um es zu beseitigen“, so Meyer. Dass könne man aber letztlich erst mit einer fachlichen Untersuchung herausfinden. Einen toten Biber habe er zum ersten Mal in diesem Gewässer vorgefunden. Auf der Straße allerdings bereits im Jahr 2022. Natürliche Feinde gibt es nicht für die Biber in Schaumburg, erklärt Meyer.

In der Regel erhält er aufgrund seiner Meldung eine Antwort der unteren Naturschutzbehörde. Darauf hofft er auch bei diesem Tier. „Durch die zwischenzeitlichen starken Regenfälle, das Ansteigen der Aue, kann das Tier noch vor der Bergung weitergetrieben worden sein“, was das Auffinden erschweren würde.


Winfried Gburek
Winfried Gburek

Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt

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