Ein Samstag, 5. September, in Rinteln nahm eine unerwartete Wendung, als ein 79-jähriger Rintelner seinen Hund als vermisst meldete. Der Hund war bei der Vorbereitung einer Gassirunde aus der Wohnung entlaufen. Aufmerksame Passanten sichteten den Hund mehrfach in der Südstadt, doch aufgrund seiner Scheu gegenüber Fremden gelang es nicht, ihn einzufangen.
Zwei Stunden später meldete ein Zeuge in der Detmolder Straße einen angefahrenen Hund auf der Fahrbahn. Ein unfallbeteiligtes Fahrzeug war nicht vor Ort. Die Polizei Rinteln sicherte abgebrochene Fahrzeugteile, die zu einem Seat Toledo II aus den Baujahren 1998-2004 passen. Der verletzte Hund wurde umgehend in einer Tierarztpraxis behandelt, und der Hundehalter wurde über den Verbleib seines Tieres informiert.
Gegen 11:10 Uhr ereignete sich ein weiterer Vorfall: Der 79-jährige Hundehalter verunglückte mit seinem elektrischen Krankenfahrstuhl am Pferdemarkt. Auf dem Weg zum Tierarzt fuhr er in die falsche Richtung und prallte gegen einen wartenden Auto. Dabei zog er sich eine Kopfplatzwunde zu. Ein Atemalkoholtest ergab 1,38 Promille. Nach der Erstversorgung wurde er ins Klinikum Vehlen gebracht, wo eine Blutprobe entnommen wurde.
Der Hundehalter sieht sich nun einem Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gegenüber. Zudem wurde ein Verfahren wegen Verkehrsunfallflucht im Fall des angefahrenen Hundes eröffnet. Die Polizei Rinteln bittet Zeugen, die Hinweise zum flüchtigen Fahrzeug geben können, sich zu melden.