Insgesamt 2025 Unterschriften erhielt Börries Freiherr von Hammerstein für seine Initiative zu einer Petition im Land Niedersachsen, zum Erhalt der Grundschule in Apelern, unter dem Titel: „Rettet unsere Dorfschule“. Diese Unterschriftenlisten konnte von Hammerstein der Niedersächsischen Kultusministerin Julia Willie Hamburg und Staatssekretär Stephan Ertner im Niedersächsischen Landtag überreichen. Die Kultusministerin und der Staatssekretär haben ihre Bereitschaft zu einer konstruktiven Zusammenarbeit signalisiert. Nun ist der Samtgemeinderat gefragt.
„Die Petition bezog sich darauf, dass die Grundschule in Apelern erhalten bleiben soll, nachdem der Samtgemeindebürgermeister mit seiner Verwaltung erklärt hatte, dass diese Schule nicht mehr bestehen bleiben soll, sondern alle Apelener Schüler nach Lauenau in die Schule gehen sollten“, erklärt von Hammerstein, der Bürgermeister des Ortes.
Ohne die Petition wäre die Gefahr groß gewesen, dass die Schule einfach geschlossen worden wäre. Die Kultusministerin sei gut über die Sachlage informiert gewesen, erklärte von Hammerstein, der Bürgermeister des Ortes, gegenüber dieser Zeitung.
Was Fehlinformationen nicht ausschloss. Von Hammerstein: „Man hatte ihr zugetragen, dass wir den Erhalt der Grundschule gar nicht wollen. Das ist völlig falsch“, stellt von Hammerstein klar, „denn der Samtgemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass diese Schule erhalten bleiben soll.“
Staatssekretär Stephan Ertner habe ihm gesagt, „dass wir den Antrag stellen sollen, denn sie stünden der Sache ganz positiv gegenüber. Und wenn bisher überall immer gesagt worden wäre, man könne so eine Dependance nur fünf Jahre lang sichern, so war das früher, dann würde das jetzt nicht mehr zutreffen.“
Und das sei genau das Ansinnen aus und für Apelern, „dass die Schule nicht nur auf fünf Jahre, sondern eben auch unbefristet weiterläuft. Denn durch die Neubaugebiete werden wir auch in Zukunft ausreichend Kinder haben, die eine Grundschule in Apelern erforderlich machen.“
Die erst im Rahmen der Einführung der Ganztagsschule aufgekommenen Überlegungen der Rodenberger Verwaltungsspitze, diesen Apelerner Schulstandort aufzugeben, seien pädagogisch nicht begründet. Sie sind auch nicht das Ergebnis politischer Entscheidungen und gingen an der Realität vor Ort vorbei. „Diese Schule funktioniert. Sie wird gebraucht. Und sie wird gewollt.“
Die Rektorin der Rodenberger Schule würde die Apelerner Schule gerne als Außenstelle weiterführen. Sie hat erklärt, das sei ihr deshalb nur schwer möglich, weil ihr vom Regionalen Landesamt für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung an der Nebenstelle Apelern keine zusätzlichen Kräfte bewilligt werden würden.
Die Bürger Apelerns, so von Hammerstein, sehen, dass für die derzeit sieben Kinder, die im ersten Jahr am Ganztag teilnehmen wollen, eine Betreuung in Apelern noch nicht sehr sinnvoll möglich wäre. Deshalb haben Gemeinde und Samtgemeinde gemeinsam zugesagt, diese Kinder für das Mittagessen und die Nachmittagsbetreuung nach Rodenberg zu fahren – eine Strecke von nur drei Kilometern. Damit sei sichergestellt, dass die Kinder die Angebote des Ganztags vollumfänglich nutzen können, ohne dass der Schulstandort Apelern dafür geopfert werden müsste.
Die Grundschule Apelern ist seit fast fünf Jahrzehnten ein verlässlicher, sicherer und erfolgreicher Lernort. Seit 1975 wird sie als Außenstelle der Grundschule Rodenberg geführt – „und das zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten. Generationen von Kindern haben hier einen guten Start ins Leben bekommen“, so von Hammerstein.