Tatsache ist: Die Großhandelspreise an den europäischen Strombörsen sind gestiegen, ausgelöst durch eine steigende Nachfrage nach Strom und nach den zur Stromerzeugung notwendigen Primärenergieträgern wie Kohle und Gas. Da die Stadtwerke Schaumburg-Lippe selbst keinen Strom produzieren, kaufen sie ihn im Großhandel an. Hinzu kommen Mehrkosten zur Förderung von Ökostrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. „Komplizierte Zusammenhänge”, räumt Rabeneck ein, „aber wir wollen klarstellen: Es geht hier nicht um Gewinnmaximierung, sondern um eine unternehmerisch notwendige Anpassung im Markt. Wir können die gestiegenen Belastungen nicht mehr auffangen.”
Dirk Rabeneck bezeichnete die Preiserhöhung um 8,8 % Prozent als „moderat” und betonte, dass die Erhöhung auch nur für den Arbeitspreis gelte. Neben dem Preis, so hob Rabeneck hervor, punkteten die Stadtwerke außerdem mit einem großen Dienstleistungs- und Beratungsangebot und der besonderen Nähe zum Kunden. Persönlicher Kundenkontakt und qualifizierte Mitarbeiter vor Ort sind die klassischen Servicevorteile der Stadtwerke Schaumburg-Lippe. „Unsere Kunden wissen, was Sie an uns haben: Mehr Service, mehr Nähe, mehr Leistung”, so Rabeneck.
Rabeneck äußerte Verständnis dafür, dass die Verbraucher bei Preissteigerungen zunächst verärgert reagieren. „Wir werden unsere 4000 Kunden in Obernkirchen verstärkt über die Hintergründe der Strompreiserhöhung informieren. Das verstehen wir als Service, aber auch als Beitrag zum Wettbewerb”, erklärt Rabeneck. Ein kompliziertes Bündel an Steuern, Kosten und Abgaben bestimmten die Kalkulation der Strompreise.