Der DRK-Kreisverband Schaumburg erweitert sein Angebot in Obernkirchen: Seit einigen Wochen unterstützen dort drei Integrationslotsinnen Familien mit und ohne Einwanderungsgeschichte. Gemeinsam mit der Stadt Obernkirchen und Bürgermeisterin Dörte Worm-Kressin will das Deutsche Rote Kreuz damit die Integration stärken und Teilhabe erleichtern.
Die Integrationslotsinnen qualifizierten sich in einer Fortbildung des Landkreises Schaumburg in Zusammenarbeit mit dem Bereich Migration und Teilhabe. Der DRK-Kreisverband bedankt sich beim Landkreis, dass die Ehrenamtlichen den Kurs nutzen konnten. Dem DRK-Team Integration ging es nach eigenen Angaben besonders darum, ein niedrigschwelliges Angebot aufzubauen, das unterschiedliche Kulturen und Sprachen berücksichtigt.
Ehrenamt Integration
Integrationslotsinnen engagieren sich ehrenamtlich – mit und ohne eigene Migrationserfahrung. Sie ergänzen das Integrationskonzept des DRK und wollen Familien, insbesondere Kinder, willkommen heißen und ihnen das Ankommen in Obernkirchen erleichtern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Elternarbeit: Die Lotsinnen fördern die Kommunikation zwischen Eltern sowie Erzieherinnen und Lehrkräften, erklären kulturelle Unterschiede und stärken gegenseitige Akzeptanz.
Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Erstorientierung bei Alltagsfragen, Begleitungen zu Kindertagesstätten, Schulen oder Behörden sowie Hilfe zur Selbsthilfe. Außerdem sollen sie Teilhabe und Partizipation fördern und das gesellschaftliche Miteinander in Obernkirchen stärken.
Das Angebot richtet sich an Familien, deren Kinder-Krippe, Kindertagesstätte, Grundschule oder weiterführende Schulen besuchen. Besonders im Blick stehen Übergänge wie der Start in die Krippe oder den Kindergarten, der Wechsel in die Grundschule oder auf eine weiterführende Schule. Ziel ist es, Barrieren abzubauen und Chancengleichheit zu fördern.
Darüber hinaus unterstützen die Integrationslotsinnen bei konkreten Anliegen, etwa bei Kinderarztbesuchen oder bei der Suche nach Freizeit- und Bildungsangeboten. Sie vermitteln auch in Sportvereine oder Gruppenangebote, helfen beim Umgang mit interkulturellen Missverständnissen im Umfeld von Krippe, Kindergarten oder Schule und fördern eine Willkommenskultur. Auch die Vernetzung von Müttern mit wenigen sozialen Kontakten gehört zu den Angeboten.
Die Arbeit der Integrationslotsinnen ordnet sich in das Integrationsnetzwerk „Gemeinsam in Obernkirchen“ ein, das im November 2025 gegründet wurde. Landkreis Schaumburg und Stadt Obernkirchen arbeiten dabei eng zusammen, um Integrationsangebote weiterzuentwickeln.