Schaumburger Wochenblatt

Karsten Becker (li.) gratuliert Sigmund Graf Adelmann zur Ehrenpräsidentschaft. (Foto: ab)

Sigmund Graf Adelmann zum Ehrenpräsidenten ernannt

Über 40 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung des Präsidenten der Schaumburger Landschaft, Karsten Becker, gefolgt und verfolgten bei hochsommerlichen Temperaturen die umfangreiche Tagesordnung. Beim Aufrufen von Punkt 11 wurde es still im Saal der „Alten Polizei“. Karsten Becker blickte in einer sehr empathischen Rede auf das Wirken des früheren und langjährigen Präsidenten des Vereins, Sigmund Graf Adelmann, zurück und würdigte seine Verdienste im Ehrenamt um die Förderung und Erhaltung der Schaumburger Kultur. „Drei Jahrzehnte für die Schaumburger Landschaft! Es gibt Ehrungen, die ehren das Amt, es gibt Ehrungen, die ehren den Menschen“, resümierte Karsten Becker mit Blick auf die Person Graf Adelmann. Selbstverständlich folgten alle stimmberechtigten Mitglieder dem Antrag auf die Ehrenpräsidentschaft.
Traurig hängt diese Deutschland-Fahne nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft am Mast. Gesehen in Niedernwöhren. (Foto: ab)

Kolumne: Die Fußball - WM

Der bekannte Ausspruch von Opa Hoppenstedt in dem Loriot-Sketch „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ (1978), hat mich zu ein paar Bemerkungen anlässlich der aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft inspiriert. Ich will hier ausdrücklich nicht über das unrühmliche Ausscheiden im Sechzehntel-Finale resümieren. Auch die total irre Planung der Veranstaltung über drei Kontinente hinweg, soll nicht Gegenstand meiner Überlegung werden. Die horrenden Ticketpreise, Preise für Essen und Getränke oder gar für Öffi-Tickets habe ich schon fast vergessen. Ebenso wie mein heftiges Kopfschütteln über den schweizerisch-italienisch-libanesischen FIFA-Präsidenten Giovanni Vincenzo Infantino. Was um Himmels Willen hat ihn geritten, dem amerikanischen Präsidenten einen speziell für ihn erfundenen Friedenspreis zu überreichen? Ach nein – nicht überreichte – den nahm sich Donald Trump selbst vom Tisch. Das alles stört mich, wie so viele andere Menschen auch.
Kolumne: KinderlärmWas ich schon immer einmal sagen wollteKolumne: Was ist eigentlich mit Trinkgeld?Kolumne: Was ich schon immer einmal sagen wollteHerkunftsländerWas ich schon immer einmal sagen wollte„White Lily“ Aktion in SchaumburgDer KommentarWas ich schon immer einmal sagen wolltePotentieller CDU-Bundestagskandidat zieht sein Interesse zurückGrillen & Chillen mit der SportjugendWas ich schon immer einmal sagen wollte!
Dieter Nolting erhält nach Ausscheiden aus dem aktiven Dienst einen Feuerwehr-Ruhestandsstuhl für seine Wohnwagenurlaube. (Foto: ste)

Keine Biersteuer für neue Feuerwehrspritze

Als Ortsbrandmeister der Stützpunktwehr „Unter der Schaumburg“ führt Roman Stasitzek eine Wehr, die aus der Fusion der Wehren Deckbergen und Schaumburg hervorging und die mit 62 Aktiven und einem Altersdurchschnitt der Einsatzkräfte unter 36 Jahren gut funktioniert. Doch die überbordende Bürokratie macht auch Stasitzek zu schaffen: „Manchmal wünschte ich mir eine Sekretärin!“ Ein Problem, dass der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Möller nur zu gut kennt: „Vor 30 Jahren konntest Du nach 18 Jahren Ortsbrandmeister deinem Nachfolger einen Ordner übergeben. Dein Nachfolger musste seinem Nachfolger schon mehr als 20 übergeben und heute brauchst du fast ein ganzes Feuerwehrhaus für die Dokumentation!“ Doch neben der bürokratischen Arbeit gab es auch den ganz normalen Einsatzwahnsinn im vergangenen Jahr mit kuriosen Einsätzen wie „Hirsch im Zaun gefangen“ oder die Suche nach einem Fahrzeugführer nach einem Verkehrsunfall: „Die drei betrunkenen Fahrzeuginsassen waren sich sicher, dass noch ein Vierter mit im Auto saß der es steuerte; stimmte aber am Ende nicht!“ So kamen 5109 Stunden Arbeit zusammen: „Büro- und Kommandoarbeit nicht mitgerechnet!“ Die Zukunft der Wehr sieht Stasitzek damit gut gesichert: „Überall wird über Fusionen von Wehren geredet, hier bei uns hat das geklappt und der Feuerwehrbedarfsplan wird uns nicht schocken!“ Geduld muss die Wehr aufbringen bei der Frage nach der Beschaffung eines neuen TLF 3000: Mercedes und Rosenbauer bekamen zwar den Zuschlag für das Fahrzeug, doch ausgeliefert werden kann es vorerst nicht. Hintergrund ist, das neue Fahrzeuge mit einer „ERS“, also Einsatzstellen-Rundum-Sicherung, ausgerüstet sein müssen und dieses Ausstattungsmerkmal muss bei der Fertigung berücksichtigt werden. Für das wehreigene und in die Jahre gekommene Tragkraftspritzenfahrzeug TSF wurde von der Stadt bereits ein gebrauchtes Löschfahrzeug LF 8/6 geliefert: „Das erreicht aber auch bald das Alter für den Feuerwehrruhestand“, so Stasitzek. Noch offen ist auch die Lösung des Notstromproblems im Feuerwehrhaus. Die vorhandenen 14 Kilowatt-Stromerzeuger reichen nicht aus. Nötig wird der Notstrom auch deshalb, weil das Feuerwehr ein sogenannter „Leuchtturm“ bei Katastrophenlagen für die Bevölkerung von Deckbergen, Schaumburg und Westendorf ist. Dass das Geld bei der Neubeschaffung von Feuerwehrmaterial bereits 1926 ein Problem war, hatte Ortsbürgermeisterin Gisela Stasitzek in alten Ortsbüchern nachgelesen. Doch für eine neue Feuerwehrspritze eine Biersteuer zu erheben, das wollte auch niemand.
Corinna Brockhaus (Sammelpunktleiterin, li.) und Jessica Schäfer vom gleichnamigen Schuhhaus präsentieren liebevoll gepackte Geschenkkartons. (Foto: ab)

Weihnachten im Schuhkarton - Spendenaktion ist auf der Zielgeraden

Fast 300.000 Geschenke-Schuhkartons waren bei der Sammelaktion der „Samaritan`s Purse“ im vergangenen Jahr im deutschsprachigen Raum zusammengekommen. Die Sammelpunktleiterin für Schaumburg, Corinna Brockhaus, möchte auch in diesem Jahr viele Menschen animieren, sich an der Aktion zu beteiligen. Bei der Präsentation im Schuhhaus Schäfer in Pollhagen stellte Brockhaus die fünf Schuhgeschäfte vor, die sich als Annahmestellen zur Verfügung stellen. In Bückeburg sind das Quick-Schuh in der Langen Straße 8 und die Immanuel-Schule-Schaumburg in der Hermannstraße 7. Schuh-Peters in Rinteln, Weserstraße 21 und das Sporthaus Kreft Am Markt 12-16 in Stadthagen nehmen neben dem Schuhhaus Schäfer teil. Vom 10. Bis zum 17. November können in den Sammelstellen die Kartons abgegeben werden. An den Annahmestellen können auch leere Kartons zum selbst gestalten abgeholt werden. Im Schnitt spendeten die Schaumburger in den vergangenen Jahren circa 600 Geschenkekartons pro Jahr, berichtete Corinna Brockhaus. Vor Corona waren es immer über 1.000. Informationen über geeignete Inhalte der Schuhkartons, wie Spielzeug, Hygieneartikel, Kleidung, Accessoires und „WOW-Geschenke“, sind in den Broschüren zusammengefasst. Diese liegen in den Schuhhäusern aus. Ebenfalls empfehlenswert ist die Internetseite: www.weihnachten-im-Schuhkarton.org. Seit 2001 engagiert sich Corinna Brockhaus für die Aktion.
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