Schaumburger Wochenblatt

„Alte Besen kennen die Ecken” (Foto: Pixabay/Richter)

Kolumne: „Neue Besen kehren gut …“

Nun ist es soweit – in dieser Woche starten in vielen Orten – auch in unserem schönen Landkreis – frisch gebackene, oder besser, gewählte, Bürgermeister in ihr neues Amt. Mit viel Elan, hoher Motivation und mit noch viel mehr Versprechungen für die kommenden acht Jahre, wollen sie die Richtung ihrer Verwaltungen bestimmen. Ich habe mich früher einmal entschieden, möglichst nicht, oder aber nur sehr wenig, über Politik und Religion zu schreiben. Eine gute Entscheidung, finde ich, geboren aus Erfahrungen, wenn man sich in anderen Ländern aufhält. Da kann man sich schnell den Schnabel verbrennen. Deshalb nutze ich heute einmal mehr die alte Volksweisheit mit dem Besen, um hinter die Kulissen zu schauen. So kann ich mit Recht immer sagen, ich habe mich nur mit einer Lebensweisheit beschäftigt. Wann besorgt man sich denn einen neuen Besen? Bestimmt, wenn der alte Besen seine Arbeit nicht mehr zur vollsten Zufriedenheit verrichtet. Möglicherweise aber auch, wenn man sich durch erfolgreiche Werbung von einem neuen „Supermodell“ überzeugen lässt, auch wenn der alte doch noch ganz leidlich funktioniert. Gerade wenn der zweite Grund die Wahlentscheidung beeinflusst hat, schaut man hoffentlich genauer hin, ob er denn auch all das kann, was zu leisten er versprochen hat. Ausgepackt liegen da alle Teile, die einen guten Besen ausmachen. Ein ergonomischer Griff für das richtige Händchen für den zukünftigen Benutzer. Der Griff nicht zu weich, aber auch nicht zu hart. Der Stiel biegsam, aber unzerbrechlich. Und erst der Bürstenkopf. Hier zeigt sich, wie realistisch all die Werbungsversprechen sind. Natürlich kann erst einmal kräftig durchgebürstet werden. Das macht Eindruck und zeigt garantiert Wirkung.
Wassermengenmanagement. (Foto: KI-generiert)

Wassermengenmanagementkonzept (WMMK) Landkreis Schaumburg

In seiner letzten Sitzung der Sitzungsperiode hatte sich der Ausschuss mit einem drängenden Thema beschäftigt – der vorausschauenden Grundwasser- und Oberflächenwasserbewirtschaftung. In einem über 170 Seiten umfassenden Gutachten hatte sich die Schmidt & Holländer Ingenieurgesellschaft mit seinem Büro in Stade mit dem WMMK beschäftigt und gemeinsam mit Experten aus insgesamt acht Institutionen einen Blick in die Zukunft erarbeitet. Die Konzeptarbeit erfolgte von Oktober 2023 bis Mai 2026 und war von der NBank mit ca. 90 Prozent (254.812 Euro) der Kosten gefördert worden. Das umfangreiche Papier gliedert sich in eine Betrachtung des Ist-Zustandes, der Ermittlung sowie der Analyse der Prognosesituation und der abschließenden Erarbeitung von Konzepten und Maßnahmen für ein nachhaltiges Wassermengenmanagement.
Mindestens 17 Gesichtsmuskeln arbeiten hier. (Foto: Pixabay)

Humor ist …

Achtung! Abteilung „Thekenwissen:“ Dieser Ausspruch wird dem Schriftstelle Otto Julius Bierbaum (1865 – 1910), auch unter dem Pseudonym „Simplicissimus“ bekannt, zugesprochen und bezeichnet so ganz allgemein eine Haltung, bei der man seine positive Lebenseinstellung nicht verliert, auch wenn um einen herum die Welt im Chaos versinkt. Okay, das mag jetzt doch etwas arg übertrieben dargestellt sein, aber im Grunde stimmt es. Tiefenpsychologisch erwiesen ist aber, dass diese lebens- und liebenswerte Lebenseinstellung sehr geeignet ist, den persönlichen Stresslevel auf ein erträglicheres Maß zu senken. Wie bin ich eigentlich darauf gekommen? Ich musste tatsächlich kurz darüber nachdenken, weil mir der Ursprungsgedanke entfallen war. Darüber habe ich geschmunzelt – wirklich! Selbstironie oder auch „über sich selbst lachen können“, gehört zu den Königsdisziplinen des Humors. Man verhindert damit, dass man sich selbst zu wichtig nimmt. Meistens kann man derartige Situationen anderen Menschen gar nicht so vermitteln, dass sie ebenfalls zum Lächeln angeregt werden. Meine Frau wollte kürzlich, in Gedanken verloren, per Fernbedienung das Fernsehprogramm wechseln und nahm dazu versehentlich einen länglichen Tablettenkasten zur Hand. Ein herzliches Lachen von ihr ließ mich zum „Tatort“ eilen. Ich habe mich mehr darüber gefreut, dass sie lachen konnte, als selbst geflasht zu werden. Warum war ich nochmal auf das Thema gekommen? Klar, natürlich, wie konnte mir das entfallen? Hoffentlich keine ersten Anzeichen einer medizinisch relevanten Veränderung, wahrscheinlich aber eher meine „Plaudermotivation“ bei der Kolumne.
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Symbolfoto - Gedanklich bitte Sofa gegen Bett austauschen. (Foto: Pixabay)

Kolumne: Was ich schon immer einmal sagen wollte…

Dieser Sommer war - hoffentlich kommt da noch was – einmal wieder einer, der den Namen auch verdient hat. Nicht, wie Rudi Carrell 1975 gesungen hat:“ Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Ich mag den Sommer, die Sonne und ja, auch die Wärme. Tatsächlich fliege ich auch im August noch nach Ägypten. Okay, sehr viel Zeit unter Wasser, das gebe ich zu, aber nicht nur. Die hohen Temperaturen stören mich also nicht – außer – in unserem Schlafzimmer. An dieser Stelle werden die/der ein oder andere die Stirn runzeln; wir haben eine Klimaanlage. Nicht so ein Standgerät, was eigentlich nur die warme Luft durcheinanderwirbelt, sondern so ein richtiges Split-Gerät vom Klimatechniker. Ich drücke auf den Knopf, das Gerät erklärt den 35 Grad den Krieg und gewinnt. Wir können uns manchmal über die gewünschte Temperatur nicht einigen. Meine Gattin wünscht sich Januar-Feeling im August, ich eher Frühlingstemperaturen. In der Regel einigen wir uns, wie in den meisten anderen Diskussionsfällen auch, auf einen Kompromiss. Nun kommt zur Komfortfrage tief im Innern aber auch ansatzweise das schlechte Gewissen auf. Beleidigen wir den Sommer, versetzen wir dem Weltklima den Todesstoß? Zumindest kommt der Strom vom eigenen Dach, das mindert das schlechte Gewissen und nachts läuft das Gerät sowieso nicht. Wir wollen schließlich nicht immer mit Schnupfennase und Tempotüchern in der Fußgängerzone sitzen.
Niederlassungsleiter Torsten Richter (re.) mit Serviceberater Robin Büthe vor der BMW-Lifestyle-Collection. (Foto: ab)

„Where Legends meets“

Anlässlich des Kinostarts von „Spiderman: Brand New Day“, zeigt BMW den einzigartigen „BMW IX3 Flow Spiderman: Brand New Day“, sowie die 5er-Limosine aus dem Actionfilm noch bis zum 15. September 2026 in der BMW-Welt München. Kinofans des rot/blau maskierten Superhelden konnten im neusten Film der Spiderman-Serie den Auftritt der Modelle des Bayrischen Autoherstellers verfolgen. „Die Neue Klasse steht für den Beginn einer Ära bei BMW – eine Ära, die in „Spiderman: Brand New Day“ perfekt verkörpert wird,“ lautet ein Werbeslogan. Torsten Richter, Niederlassungsleiter der BMW-Autohäuser in Stadthagen und Bückeburg, bestätigt den Erfolg des IX3. Der IX3 hatte nach der Markteinführung alle Erwartungen übertroffen. Noch in diesem Jahr soll mit dem I3 das Folgemodell auf den Markt kommen. Selbstverständlich, so Richter, mit derselben innovativen Technik und demselben Innovationsstand wie der IX3. Mit Blick in das kommende Jahr erwartet der Fachmann den IX5, eine Klasse größer, als der 3er. Ein besonderes Angebot hat Richter derzeit für den BMW 120 auf Lager. Das Benziner-Modell ist für nur 279,-- Euro im Monat zu leasen – ohne Sonderzahlung. Neben dem Verkauf von Neu- und gepflegten Gebraucht-Fahrzeugen schreibt sich BMW Becker-Tiemann in Stadthagen ein umfangreiches Service-Angebot auf die Fahnen. Die komplett ausgerüstete Werkstatt bietet neben den reinen Reparatur-Arbeiten selbstverständlich alle Arbeiten rund um die Wartungsintervalle. Die Behebung von Unfallschäden, Inspektionen, Achsvermessung sowie Haupt- und Abgasuntersuchung sind selbstverständlich. Dazu kommen ein Klimaanlagen-Service, Scheibenreparatur und – Austausch, Reifen- und Räderersatz inklusive Räder-Lagerung. Weitere Serviceleistungen sind das Stellen von Ersatz-Fahrzeugen, natürlich ausführliche Probefahrten, ein Hol – und Bringservice und die Erledigung sämtlicher Zulassungswege. In den neu gestalteten Ausstellungsräumen hat der Niederlassungsleiter ein Teilangebot der BMW-Livestyle-Collection aufgebaut. Von der Wall-Box für Bi-Direktionales Laden über Fahrradträger bis zu speziellen Schlüsselanhängern reicht der Überblick. Etwa 30 gepflegte Gebrauchte warten derzeit auf ihre neuen Besitzer. Bei 19 Standorten der Becker-Tiemann-Gruppe, hat Richter Zugriff auf circa 900 Gebraucht-Fahrzeuge, inklusive der besonderen Angebote „Junge Gebrauchte“. „Wir haben mit unserer Marke viel Glück, weil wir tolle Fahrzeuge im Portfolio haben,“ stellte Torsten Richter mit Blick auf den aktuelle schwierigen Fahrzeug-Markt fest.
Der Stadtturm am Schloss 1760 als „Hundeloch” bezeichnet, diente als Amtsgefängnis. (Foto: ab)

Tag des offenen Denkmals – Wer macht mit?

Die Schaumburger Landschaft lädt gemeinsam mit der Stadt Stadthagen und der Samtgemeinde Lindhorst für den Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 ein (wir berichteten). In der letzten Ausgabe hatten wir die ersten 12 von insgesamt 33 Denkmalen vorgestellt. Heute erfahren Sie Details zu den anderen Objekten. 13. Stadthagen, Fachwerkgebäude Klosterstraße 3 – 5. Die denkmalgeschützten Häuser 4 und 5 konnten durch eine dendrochronologische Untersuchung (naturwissenschaftliche Methode zur genauen Datierung von Holz, Red.) auf die Jahre 1558 und 1591 datiert werden. 2022/2023 behutsam zu modernen Wohnungen saniert. 14. Stadthagen, Oheimb`scher Hof/Geschäftshaus: Großer Freihof aus dem Jahr 1742. Denkmalgerechte Sanierung zur zeitgerechten Nutzung. 15. Stadthagen, Jüdischer Friedhof: Typische jüdische Grabsymbolik aus dem 19. Jahrhundert. 16. Stadthagen, Friedhof vor dem Westerntore: Ab 1610 für knapp 300 Jahre Friedhof der St. Martini-Kirche. Grabstätten einer Reihe Stadthäger Persönlichkeiten. 17. Stadthagen, Kath. St. Joseph-Kirche: 1886/1887 im neugotischen Stil erbaut. 40 Meter hoher Kirchturm. Becker-Orgel mit 28 Registern. 18. Stadthagen, Alte Schmiede: Fachwerkhaus in der Krummen Straße von 1764, zum modernen Wohnhaus saniert. 19. Stadthagen, Ehemalige Synagoge: 1858 Bau einer kleinen Synagoge. Im November 1938 Brandstiftung. Zunächst als Warenlager genutzt, ab 2008 zu einem Dokumentations-, Gedenk- und Lernort restauriert.
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