Schaumburger Wochenblatt

Symbolfoto - Gedanklich bitte Sofa gegen Bett austauschen. (Foto: Pixabay)

Kolumne: Was ich schon immer einmal sagen wollte…

Dieser Sommer war - hoffentlich kommt da noch was – einmal wieder einer, der den Namen auch verdient hat. Nicht, wie Rudi Carrell 1975 gesungen hat:“ Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Ich mag den Sommer, die Sonne und ja, auch die Wärme. Tatsächlich fliege ich auch im August noch nach Ägypten. Okay, sehr viel Zeit unter Wasser, das gebe ich zu, aber nicht nur. Die hohen Temperaturen stören mich also nicht – außer – in unserem Schlafzimmer. An dieser Stelle werden die/der ein oder andere die Stirn runzeln; wir haben eine Klimaanlage. Nicht so ein Standgerät, was eigentlich nur die warme Luft durcheinanderwirbelt, sondern so ein richtiges Split-Gerät vom Klimatechniker. Ich drücke auf den Knopf, das Gerät erklärt den 35 Grad den Krieg und gewinnt. Wir können uns manchmal über die gewünschte Temperatur nicht einigen. Meine Gattin wünscht sich Januar-Feeling im August, ich eher Frühlingstemperaturen. In der Regel einigen wir uns, wie in den meisten anderen Diskussionsfällen auch, auf einen Kompromiss. Nun kommt zur Komfortfrage tief im Innern aber auch ansatzweise das schlechte Gewissen auf. Beleidigen wir den Sommer, versetzen wir dem Weltklima den Todesstoß? Zumindest kommt der Strom vom eigenen Dach, das mindert das schlechte Gewissen und nachts läuft das Gerät sowieso nicht. Wir wollen schließlich nicht immer mit Schnupfennase und Tempotüchern in der Fußgängerzone sitzen.
Niederlassungsleiter Torsten Richter (re.) mit Serviceberater Robin Büthe vor der BMW-Lifestyle-Collection. (Foto: ab)

„Where Legends meets“

Anlässlich des Kinostarts von „Spiderman: Brand New Day“, zeigt BMW den einzigartigen „BMW IX3 Flow Spiderman: Brand New Day“, sowie die 5er-Limosine aus dem Actionfilm noch bis zum 15. September 2026 in der BMW-Welt München. Kinofans des rot/blau maskierten Superhelden konnten im neusten Film der Spiderman-Serie den Auftritt der Modelle des Bayrischen Autoherstellers verfolgen. „Die Neue Klasse steht für den Beginn einer Ära bei BMW – eine Ära, die in „Spiderman: Brand New Day“ perfekt verkörpert wird,“ lautet ein Werbeslogan. Torsten Richter, Niederlassungsleiter der BMW-Autohäuser in Stadthagen und Bückeburg, bestätigt den Erfolg des IX3. Der IX3 hatte nach der Markteinführung alle Erwartungen übertroffen. Noch in diesem Jahr soll mit dem I3 das Folgemodell auf den Markt kommen. Selbstverständlich, so Richter, mit derselben innovativen Technik und demselben Innovationsstand wie der IX3. Mit Blick in das kommende Jahr erwartet der Fachmann den IX5, eine Klasse größer, als der 3er. Ein besonderes Angebot hat Richter derzeit für den BMW 120 auf Lager. Das Benziner-Modell ist für nur 279,-- Euro im Monat zu leasen – ohne Sonderzahlung. Neben dem Verkauf von Neu- und gepflegten Gebraucht-Fahrzeugen schreibt sich BMW Becker-Tiemann in Stadthagen ein umfangreiches Service-Angebot auf die Fahnen. Die komplett ausgerüstete Werkstatt bietet neben den reinen Reparatur-Arbeiten selbstverständlich alle Arbeiten rund um die Wartungsintervalle. Die Behebung von Unfallschäden, Inspektionen, Achsvermessung sowie Haupt- und Abgasuntersuchung sind selbstverständlich. Dazu kommen ein Klimaanlagen-Service, Scheibenreparatur und – Austausch, Reifen- und Räderersatz inklusive Räder-Lagerung. Weitere Serviceleistungen sind das Stellen von Ersatz-Fahrzeugen, natürlich ausführliche Probefahrten, ein Hol – und Bringservice und die Erledigung sämtlicher Zulassungswege. In den neu gestalteten Ausstellungsräumen hat der Niederlassungsleiter ein Teilangebot der BMW-Livestyle-Collection aufgebaut. Von der Wall-Box für Bi-Direktionales Laden über Fahrradträger bis zu speziellen Schlüsselanhängern reicht der Überblick. Etwa 30 gepflegte Gebrauchte warten derzeit auf ihre neuen Besitzer. Bei 19 Standorten der Becker-Tiemann-Gruppe, hat Richter Zugriff auf circa 900 Gebraucht-Fahrzeuge, inklusive der besonderen Angebote „Junge Gebrauchte“. „Wir haben mit unserer Marke viel Glück, weil wir tolle Fahrzeuge im Portfolio haben,“ stellte Torsten Richter mit Blick auf den aktuelle schwierigen Fahrzeug-Markt fest.
Der Stadtturm am Schloss 1760 als „Hundeloch” bezeichnet, diente als Amtsgefängnis. (Foto: ab)

Tag des offenen Denkmals – Wer macht mit?

Die Schaumburger Landschaft lädt gemeinsam mit der Stadt Stadthagen und der Samtgemeinde Lindhorst für den Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 ein (wir berichteten). In der letzten Ausgabe hatten wir die ersten 12 von insgesamt 33 Denkmalen vorgestellt. Heute erfahren Sie Details zu den anderen Objekten. 13. Stadthagen, Fachwerkgebäude Klosterstraße 3 – 5. Die denkmalgeschützten Häuser 4 und 5 konnten durch eine dendrochronologische Untersuchung (naturwissenschaftliche Methode zur genauen Datierung von Holz, Red.) auf die Jahre 1558 und 1591 datiert werden. 2022/2023 behutsam zu modernen Wohnungen saniert. 14. Stadthagen, Oheimb`scher Hof/Geschäftshaus: Großer Freihof aus dem Jahr 1742. Denkmalgerechte Sanierung zur zeitgerechten Nutzung. 15. Stadthagen, Jüdischer Friedhof: Typische jüdische Grabsymbolik aus dem 19. Jahrhundert. 16. Stadthagen, Friedhof vor dem Westerntore: Ab 1610 für knapp 300 Jahre Friedhof der St. Martini-Kirche. Grabstätten einer Reihe Stadthäger Persönlichkeiten. 17. Stadthagen, Kath. St. Joseph-Kirche: 1886/1887 im neugotischen Stil erbaut. 40 Meter hoher Kirchturm. Becker-Orgel mit 28 Registern. 18. Stadthagen, Alte Schmiede: Fachwerkhaus in der Krummen Straße von 1764, zum modernen Wohnhaus saniert. 19. Stadthagen, Ehemalige Synagoge: 1858 Bau einer kleinen Synagoge. Im November 1938 Brandstiftung. Zunächst als Warenlager genutzt, ab 2008 zu einem Dokumentations-, Gedenk- und Lernort restauriert.
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Dieter Nolting erhält nach Ausscheiden aus dem aktiven Dienst einen Feuerwehr-Ruhestandsstuhl für seine Wohnwagenurlaube. (Foto: ste)

Keine Biersteuer für neue Feuerwehrspritze

Als Ortsbrandmeister der Stützpunktwehr „Unter der Schaumburg“ führt Roman Stasitzek eine Wehr, die aus der Fusion der Wehren Deckbergen und Schaumburg hervorging und die mit 62 Aktiven und einem Altersdurchschnitt der Einsatzkräfte unter 36 Jahren gut funktioniert. Doch die überbordende Bürokratie macht auch Stasitzek zu schaffen: „Manchmal wünschte ich mir eine Sekretärin!“ Ein Problem, dass der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Möller nur zu gut kennt: „Vor 30 Jahren konntest Du nach 18 Jahren Ortsbrandmeister deinem Nachfolger einen Ordner übergeben. Dein Nachfolger musste seinem Nachfolger schon mehr als 20 übergeben und heute brauchst du fast ein ganzes Feuerwehrhaus für die Dokumentation!“ Doch neben der bürokratischen Arbeit gab es auch den ganz normalen Einsatzwahnsinn im vergangenen Jahr mit kuriosen Einsätzen wie „Hirsch im Zaun gefangen“ oder die Suche nach einem Fahrzeugführer nach einem Verkehrsunfall: „Die drei betrunkenen Fahrzeuginsassen waren sich sicher, dass noch ein Vierter mit im Auto saß der es steuerte; stimmte aber am Ende nicht!“ So kamen 5109 Stunden Arbeit zusammen: „Büro- und Kommandoarbeit nicht mitgerechnet!“ Die Zukunft der Wehr sieht Stasitzek damit gut gesichert: „Überall wird über Fusionen von Wehren geredet, hier bei uns hat das geklappt und der Feuerwehrbedarfsplan wird uns nicht schocken!“ Geduld muss die Wehr aufbringen bei der Frage nach der Beschaffung eines neuen TLF 3000: Mercedes und Rosenbauer bekamen zwar den Zuschlag für das Fahrzeug, doch ausgeliefert werden kann es vorerst nicht. Hintergrund ist, das neue Fahrzeuge mit einer „ERS“, also Einsatzstellen-Rundum-Sicherung, ausgerüstet sein müssen und dieses Ausstattungsmerkmal muss bei der Fertigung berücksichtigt werden. Für das wehreigene und in die Jahre gekommene Tragkraftspritzenfahrzeug TSF wurde von der Stadt bereits ein gebrauchtes Löschfahrzeug LF 8/6 geliefert: „Das erreicht aber auch bald das Alter für den Feuerwehrruhestand“, so Stasitzek. Noch offen ist auch die Lösung des Notstromproblems im Feuerwehrhaus. Die vorhandenen 14 Kilowatt-Stromerzeuger reichen nicht aus. Nötig wird der Notstrom auch deshalb, weil das Feuerwehr ein sogenannter „Leuchtturm“ bei Katastrophenlagen für die Bevölkerung von Deckbergen, Schaumburg und Westendorf ist. Dass das Geld bei der Neubeschaffung von Feuerwehrmaterial bereits 1926 ein Problem war, hatte Ortsbürgermeisterin Gisela Stasitzek in alten Ortsbüchern nachgelesen. Doch für eine neue Feuerwehrspritze eine Biersteuer zu erheben, das wollte auch niemand.
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