(Schaumburg) | Schaumburger Wochenblatt

Jan-Philipp Beck, MdL, SPD (Foto: ab)

In Schaumburg kann man sicher leben

Immer wieder machen einzelne Vorfälle Schlagzeilen in den heimischen Medien. Der Landkreis Schaumburg mit seinen knapp 160.000 Einwohnern gehört sicherlich zu den auch aus Sicht der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS), ehr beschaulichen Regionen. Schon fast traditionell liegt die Häufigkeitszahl (erfasste Straftaten im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern) in den jährlichen Kriminalitätsstatistiken deutlich unter dem Landestrend und auch im Vergleich zu denen anderer Landkreise oder Polizeiinspektionen. Die Zahlen der Statistiken geben jedoch nur das Hellfeld wieder, d.h, die Taten, die der Polizei bekannt werden. Das Schaumburger Wochenblatt wollte sich auch abseits der reinen Zahlen einen Eindruck von der Situation verschaffen und befragte dazu die beiden Landtagsabgeordneten Colette Thiemann (CDU) und Jan-Philipp Beck (SPD). Der Leiter des Zentralen Kriminalitätsdienstes (ZKD) und stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion (PI) Nienburg/Schaumburg, Marcel Bente, kam ebenfalls zu Wort. Bei der Einschätzung der allgemeinen Sicherheitslage wies Thiemann besonders auf den Anstieg der Fallzahlen in vielen Bereichen hin. „Insgesamt zeigt die Kriminalstatistik für Schaumburg mithin einige besorgniserregende Trends in bestimmten Bereichen…,“ fasste sie den Eindruck zusammen. Beck ist der Ansicht, dass:“… man in Schaumburg sicher leben kann…,“ aber auch: …dass sich eine steigende Anzahl an Menschen um ihre Sicherheit vor Ort zunehmend sorgt ….“ Stefan Schara, Leiter der PI Nienburg/Schaumburg:“ Unser Ziel bleibt dabei nach wie vor, das Sicherheitsniveau in den Landkreisen Nienburg und Schaumburg zu halten und nach Möglichkeit weiter zu steigern, damit die Bürgerinnen und Bürger sicher in ihrer Heimat leben können“.
Jan-Philipp Beck, MdL, SPD (Foto: ab)

In Schaumburg kann man sicher leben

Immer wieder machen einzelne Vorfälle Schlagzeilen in den heimischen Medien. Der Landkreis Schaumburg mit seinen knapp 160.000 Einwohnern gehört sicherlich zu den auch aus Sicht der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS), ehr beschaulichen Regionen. Schon fast traditionell liegt die Häufigkeitszahl (erfasste Straftaten im Verhältnis zu 100.000 Einwohnern) in den jährlichen Kriminalitätsstatistiken deutlich unter dem Landestrend und auch im Vergleich zu denen anderer Landkreise oder Polizeiinspektionen. Die Zahlen der Statistiken geben jedoch nur das Hellfeld wieder, d.h, die Taten, die der Polizei bekannt werden. Das Schaumburger Wochenblatt wollte sich auch abseits der reinen Zahlen einen Eindruck von der Situation verschaffen und befragte dazu die beiden Landtagsabgeordneten Colette Thiemann (CDU) und Jan-Philipp Beck (SPD). Der Leiter des Zentralen Kriminalitätsdienstes (ZKD) und stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion (PI) Nienburg/Schaumburg, Marcel Bente, kam ebenfalls zu Wort. Bei der Einschätzung der allgemeinen Sicherheitslage wies Thiemann besonders auf den Anstieg der Fallzahlen in vielen Bereichen hin. „Insgesamt zeigt die Kriminalstatistik für Schaumburg mithin einige besorgniserregende Trends in bestimmten Bereichen…,“ fasste sie den Eindruck zusammen. Beck ist der Ansicht, dass:“… man in Schaumburg sicher leben kann…,“ aber auch: …dass sich eine steigende Anzahl an Menschen um ihre Sicherheit vor Ort zunehmend sorgt ….“ Stefan Schara, Leiter der PI Nienburg/Schaumburg:“ Unser Ziel bleibt dabei nach wie vor, das Sicherheitsniveau in den Landkreisen Nienburg und Schaumburg zu halten und nach Möglichkeit weiter zu steigern, damit die Bürgerinnen und Bürger sicher in ihrer Heimat leben können“.
Abschnittsleiter Nord Joachim Muth (re.) erklärte den Ausschussmitgliedern die Vorzüge des neuen ABG. (Foto: ab)

Neues Einsatzmittel für die Kreisfeuerwehr

Der Vorsitzende des Kreisausschusses für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz, Heiko Tadge (CDU), unterbrach die Sitzung gleich nach der Begrüßung und bot den Mitgliedern des Ausschusses an, ein neues Einsatzmittel zur Bekämpfung von Gefahrgut-Unfällen zu besichtigen. Die Kreisfeuerwehr hatte den Abrollbehälter Gefahrgut (AB-G) im Hof des Geländes der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) aufgebaut. Der Container war inclusive des modernen Transport-Lkw erst am Tag zuvor geliefert worden. Joachim Muth, Abschnittsleiter Nord, beschrieb den interessierten Zuschauern aus Politik und Verwaltung die Vorzüge des neuen Systems. Das bislang eingesetzte Gefahrgut-Fahrzeug mit Standort Obernkirchen sei mit über 30 Jahren nicht mehr zeitgemäß, erklärte Muth.
Fachleute für Flüchtlingsfragen beim DRK (v.l.n.r.): Michael Kunde, Sara Steininger (Marketing/Presse), Thomas Hoffmann, Christof Fischer. (Foto: ab)

Arbeitskräftemangel in Pflegeberufen

Der Arbeitskräftemangel in Deutschland ist ein täglich wiederkehrendes Thema. Im Handwerk, in der Baubranche, im Gastronomiegewerbe, bei den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und ganz besonders bei den Pflege- und Gesundheitsberufen herrscht ein akuter Mangel an Personal. Das Statistische Bundesamt, das Institut der Wirtschaft, die Bertelsmann-Stiftung sowie das Portal „Statista“ rechnen mit einem Fehlbestand in den nächsten zehn bis zwölf Jahren von bis zu einer halben Million bei den Pflegeberufen. Bereits heute sind über einer viertel Million Stellen unbesetzt (Statistisches Bundesamt). Im Juni 2022 waren nach Angaben von Statista etwa 14 Prozent der Arbeitsplätze im Gesundheitsbereich durch Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit besetzt. Das Schaumburger Wochenblatt informierte sich bei dem Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Schaumburg, Thomas Hoffmann, dem Leiter der DRK-Flüchtlingshilfe, Michael Kunde, sowie dem Koordinator Herderschule, Christof Fischer, über die Situation beim Deutschen Roten Kreuz im Landkreis Schaumburg.
Kolumne: Bergmanns PlaudereckeBergmanns PlaudereckeErben und VererbenBergmanns PlaudereckeBergmanns Plauderecke
„Was ich schon immer mal sagen wollte…“
Bergmanns Plauderecke
„Was ich schon immer mal sagen wollte…“
Juleica-Ausbildung in RuhpoldingBergmanns PlaudereckeBergmanns PlaudereckeKlimaneutralität – wie wollen wir das schaffen?Klimaschutz - und was dafür passieren mussE – Mobilität in Schaumburg
Wenige Wochen alt ist das neue Pflaster und bereits ein halbes Dutzend ausgespuckte Kaugummis auf zwei Quadratmetern. (Foto: ab)

Bergmanns Plauderecke

Die Fußgängerzone in Stadthagen erhält ein neues Pflaster. Die neuen Pflastersteine hatten durchaus widersprüchliche Meinungen hervorgerufen, findet man doch diese Art von grauen Steinen in unendlich vielen Fußgängerzonen und die Individualität des mittelalterlichen Marktplatzes verliert damit einen Teil seiner Wirkung – so jedenfalls lautete eines der ablehnenden Argumente. Dass im Angesicht der zukünftigen Überhitzung der Innenstädte die einmalige Gelegenheit zum Pflanzen weiterer Bäume nicht genutzt wurde, als das alte Pflaster hochgenommen wurde, ist aus meiner Sicht sehr bedauerlich. Aufmerksame Leser einer zurückliegenden Kolumne hätten noch rechtzeitig darauf reagieren können (Elf Bäume auf einem halben Kilometer!). Was mich aber heute echt auf die Palme bringt, sind die zahllosen Kaugummis, die achtlos ausgespuckt, schon jetzt auf dem neuen Pflaster kleben. Der Umbau der Niedern- und Obernstraße ist noch nicht abgeschlossen, da finden Sie schon Dutzende der ekligen Hinterlassenschaften. Einmal abgesehen davon, dass eine Entfernung der Kaugummis erfahrungsgemäß zeit- und geldaufwändig ist, empfinde ich es als unschön, ekelhaft und unsozial, die Kaugummis einfach so in die Gegend zu spucken. Das Wissenschaftsmagazin „Geo“ weiß zu berichten, dass die Entfernung der Hinterlassenschaften in Deutschlands Städten etwa 900 Millionen Euro im Jahr verschlingt. Ob diese Menschen das in ihren Zimmern, Wohnungen oder Häusern auch machen? Harte Kaugummireste auf Teppich, Laminat, Parkett? Ich bin sicher, dass nicht! Kaugummi gibt es nicht erst, seitdem der Amerikaner Thomas Adam 1872 mit der industriellen Herstellung von „Adams New York No.1“ den Siegeszug der Kaumasse startete. Bei archäologischen Ausgrabungen in Schweden fand man Stücke von Birkenpech mit Zahnabdrücken, die darauf schließen lassen, dass Menschen bereits vor über 10.000 Jahren einen Vorläufer der heutigen Kaumasse entdeckten (Quelle: Wikipedia). Kaugummi gehört in den Mund, kann hier Geschmacksexplosionen entwickeln, wirkt zusätzlich positiv auf die Mundhygiene und sogar auf die Psyche. Mein Apell: nach dem Genuss gehört der Rest in den Mülleimer! Apropos Mülleimer. Sie gehören in ausreichender Zahl in die Fußgängerzonen. Idealerweise auf jeden Fall immer dort, wo auch Sitzgelegenheiten vorhanden sind. Das Vorhandensein der Abfallbehälter heißt nicht, dass jedefrau/jedermann sie auch nutzt. Sind jedoch keine oder zu wenige vorhanden, können sie natürlich auch nicht genutzt werden. Ganz deutlich wird das in der sanierten Obern- und Niedernstraße. Schauen Sie einmal in die (wenigen) Baumumrandungen. Die Vertiefungen dienen vielen Zeitgenossen offenbar als Ersatzmülleimer – mindestens aber als Ersatz-Aschenbecher. Auch dafür habe ich einen Tipp für die Stadtverwaltung. In der Fußgängerzone von Bad Oeynhausen befindet sich neben jeder Bank ein Mülleimer mit Extra-Zigarettenbehälter. Ich bin ganz sicher, dass ein Großteil der Kippen hier landen und nicht irgendwo. Zurück zum Kaugummikauen. Ich selbst kaue sie auch gern. Meine Wahl sind die mit Pfefferminz – die dürfen auch mal etwas schärfer sein. In Singapur würde ich mit Kaugummi in eine schwierige Situation geraten. In der als eine der sichersten und saubersten Städte der Welt geltenden Metropole ist Kaugummi seit 1992 komplett verboten und wird mit Strafen im fünfstelligen (!) Dollarbereich geahndet. Allein bereits der Besitz ist strafbar. Bei uns sind für das öffentliche Ausspucken eines Kaugummis zumindest Verwarn- oder Bußgelder ab 25 Euro vorgesehen. Ob in einer der Schaumburger Städte schon einmal jemand ein Bußgeld dafür bezahlt hat? Schreiben Sie mir gern Ihre Meinung zum Erscheinungsbild unserer Fußgängerzonen!
Dr. Ali Ünlü steht auf Listenplatz zwei der DAVA zur Europawahl. (Foto: Privat)

Stadthäger kandidiert für neue politische Vereinigung

Bundesweit für viel Aufsehen hatte die Gründung der im Januar 2024 bisher noch als politische Vereinigung bezeichnete DAVA gesorgt. Erstes Ziel der DAVA ist die Beteiligung an der Europawahl am 9. Juni 2024. Auf Listenplatz 2 steht der Stadthäger Ali Ihsan Ünlü. Ünlü ist Deutscher mit türkischen Wurzeln und arbeitet seit vielen Jahren als Arzt in Bad Eilsen. Im Gespräch mit dem Schaumburger Wochenblatt beschrieb er die Gründe für die neue Wählervereinigung sowie seine persönlichen Beweggründe. Den Vorwürfen und Gerüchten zur Nähe der DAVA zum türkischen Präsidenten, der AKP (Türkische Partei, Vorsitzender ist Recep Tayyip Erdogan) trat er entschlossen entgegen. Nach eigenen Angaben hatte Ünlü bereits in den 80er Jahren intensiv an der Integration von türkischen Mitbürgern gearbeitet. Noch in Verden wohnend, hatte er unter anderem eine Fußballmannschaft gegründet. In Stadthagen setzte er sich weiter intensiv für Integrationsmaßnahmen ein, lud Politiker und Geschäftsleute zum gemeinsamen Fastenbrechen in die Moschee ein, organisierte Veranstaltungen mit der Martini-Gemeinde und arbeitete mit einer bunt gemischten Jugendgruppe am Umzug des Kulturvereins an die Enzer Straße. 2014 wurde ihm für seine Verdienste zur Integration das Bundesverdienstkreuz verliehen. Mit seinen Enkeln lebt mittlerweile die fünfte Generation seiner Familie in Deutschland. Deutschlandweit bekannt wurde Ali Ünlü durch seine fünfjährige Spitzenfunktion als Generalsekretär von DITIB Deutschland (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.). Über diesen Verein werden die an staatlichen theologischen Hochschulen ausgebildeten Imame in den circa 900 deutschen Moscheen eingesetzt und bezahlt. Ünlü betonte ausdrücklich, hierzulande gut ausgebildete Imame erforderlich seien und diese nichts mit Erdogan oder der AKP zu tun hätten. DITIB existiert seit 1984 und: … wird auch nach Präsident Erdogan weiter existieren…“ Die Gründung der DVA war aus seiner Sicht erforderlich, da sich die vielen Migranten in Deutschland von den etablierten Parteien nicht ausreichend vertreten fühlen.
Helma Hartmann-Grolm (AWO-Stiftung, in der Mitte) übergibt den symbolischen Scheck an Frauke Harmening. Links Victor Ritter (seit September im Team der ambulanten Wohnungslosenhilfe). (Foto: ab)

AWO-Stiftung spendet für Wohnungslosenhilfe

Mit herzlichen Grüßen der AWO-Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske, hatte sie einen symbolischen Scheck über 500 Euro im Gepäck. Eine Tasche mit Süßigkeiten rundete das vorweihnachtliche Geschenk ab. Sozialarbeiterin Frauke Harmening und ihr Kollege Victor Ritter, freuten sich in diesem Jahr besonders, da sich die Situation der wohnungslosen Menschen nach ihrer Schilderung weiter verschlechtert hat. Ritter erklärte, dass derzeit kaum Wohnungen angeboten würden, die aufgrund von Größe und Miete für ihre Klienten geeignet sind. Auffallend sei, dass sich der Anteil der Männer mit Migrationshintergrund weiter erhöht habe. Bei Frauen gäbe es eine „versteckte Wohnungslosigkeit“. Sie kämen oft bei Freunden oder Bekannten unter und die Wohnungslosigkeit würde damit nicht bekannt. Auch in diesem Jahr organisieren Frauke Harmening, Victor Ritter, Caroline Notzke und Tabea Meyer wieder ein Weihnachtsessen für Wohnungslose. Zu Rouladen gibt es am 22. Dezember selbst zubereiteten Rotkohl, Rosenkohl, Knödel und zum Nachtisch Mascarpone/Himbeercreme im Café „Krumme 40“. Dann werden an die Besucher Weihnachtstaschen verteilt. Sie enthalten Dinge des täglichen Gebrauchs, Hygieneartikel, wärmende Kleidungsstücke wie Handschuhe und Schals, sowie haltbare Lebensmittel. Dazu werden gern Spenden in der Krummen Straße entgegengenommen. Das Team der Wohnungslosenhilfe rechnet mit bis zu 70 Gästen beim Weihnachtsessen.
Straßenbeleuchtung in der Rintelner Innenstadt wird im Rahmen der Instandhaltungsmaßnahmen auf LED umgerüstet.  (Foto: Priv.)

Umrüstung auf LED – Kommunen auf einem guten Weg

Bereits seit dem 13. April 2015 dürfen die jahrzehntelang genutzten Quecksilberdampflampen, wie auch sogenannte Natriumniederdrucklampen, europaweit nicht mehr in den Umlauf gebracht werden. In den letzten Jahren kam bei der Straßenbeleuchtung vielerorts die Natriumhochdrucklampe zum Einsatz. Durch eine zunehmende Besinnung auf den Umweltschutz sowie dem Wunsch nach einem deutlich verringerten Stromverbrauch, werden derzeit die Straßenlampen zunehmend mit LED-Beleuchtungskörpern umgerüstet. Bei einer Leistung von 20 – 35 Watt/h sparen die Kommunen dabei im Schnitt etwa 75 Prozent der Stromkosten bei einer geschätzten Betriebszeit von 10 bis 20 Jahren ein. LED-Beleuchtung verbessert die Lichtqualität, bietet ein hohes Maß an Gleichmäßigkeit sowie Farbwiedergabe bei geringer Blendwirkung. Auf Nachfrage des Schaumburger Wochenblattes, sind die Städte und Gemeinden im Landkreis sehr unterschiedlich bei ihrem Stand der Umrüstung. Ebenfalls sehr unterschiedlich schnell antworteten die Kommunen auf die Presseanfrage (siehe Kommentar). Nach nur einem Tag hatte Samtgemeindebürgermeisterin Aileen Borschke die Zahlen vorliegen. Bereits 2016 waren die ersten Lampen umgerüstet worden, 2017 konnte das Projekt abgeschlossen werden. Für die Umrüstung mussten 56.000 Euro aufgebracht werden, von denen 52.000 Euro über das Kommunalinvestitionsförderungspaket übernommen wurden. Der Samtgemeinde blieben lediglich 4.000 Euro Restkosten. In Stadthagen gibt es nach Angaben von Pressesprecherin Bettina Burger etwa 3.400 Straßenlaternen. Circa 60 – 70 Prozent sind bereits auf LED umgerüstet. Gestartet hatte die Kreisstadt im Jahr 2011. Mit der Umrüstung von 171 Lampen in der Innenstadt werden 62 Prozent Stromkosten eigespart. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren werden 471 Tonnen CO2 vermieden. 2012 bis 2014 wurden circa 1.000 Lampen ausgetauscht. Zusammengerechnet kostete die Umrüstung die Kommune rund 640.670 Euro, von denen 164.140 Euro über Fördergelder eingenommen wurden. Burger rechnet mit über 3.000 Tonnen CO“-Einsparung in 20 Jahren. Im nächsten Jahr sollen ein Lichtmasten-Kataster erstellt und möglicherweise restliche Lampen ausgetauscht werden. Für Obernkirchen antwortete Benedikt Mertens aus dem Fachbereich Bau, Planen und Umwelt, dass die insgesamt etwa 1.200 Straßenlampen 2018 und 2019 umgerüstet worden seien. Von den Gesamtkosten in Höhe von 477.765 Euro, übernahm die nationale Klimaschutzinitiative knapp 91.000 Euro. In den nächsten 20 Jahren werden damit fast 5.000 Tonnen CO2 eingespart. In Rinteln und den Ortsteilen stehen nach Angaben von Jan Giltmann, Technischer Leiter der Stadtwerke Rinteln, insgesamt 3.528 Leuchten. 2.842 sind aktuell auf LED-Technik umgestellt. Da in Rinteln der Austausch im Rahmen des täglichen Betriebes sowie der Instandhaltung erfolgt, sind in der Vergangenheit keine Fördermittel beantragt worden. Im Auetal sind seit 2021 alle 533 Lampen ausgetauscht, so Bürgermeister Jörn Lohmann. Knapp 39.000 Euro erhielt die Kommune aus Fördermitteln, bei Gesamtkosten von circa 104.000 Euro. In Bückeburg stand die energetische Sanierung der Lichtsignalanlagen und der Straßenbeleuchtung auf der Tagesordnung der letzten Sitzung des Ausschusses für Klima und Umwelt am 21. November. Danach soll in der Residenzstadt jährlich ein Posten von 119.000 Euro für eine jährliche Umrüstung von jeweils etwa 200 Lampen in den Haushalt eingestellt werden. Von den 2655 Leuchtpunkten sind circa 600 bereits auf LED-Technik umgerüstet. Abzüglich von verwendeten Energiesparlampen blieben noch 1555 umzurüstende Leuchten. Bei dem Mittelansatz wäre die Umrüstung in ungefähr acht Jahren abgeschlossen. Das Einsparpotential bei den Energiekosten berechnete das Fachgebiet Planen und Bauen mit circa 15.000 Euro pro Jahr. Auch bei einem solchen regionalen Projekt wurde das Problem der Bürokratie durch notwendigen Anträge und Formalitäten in Deutschland deutlich angesprochen. Sollte die Stadt den Förderzuschuss von 25 Prozent in Anspruch nehmen wollen, so müssten eine Reihe von zusätzlichen Grundvoraussetzungen erfüllt werden – Stichwort: erforderliche adaptive Steuerung – und eine Umsetzung der Gesamtmaßnahme würde nicht vor 2026 zu erwarten sein.
Hier fehlen nur noch die Laptops. (Foto: ab)

Rettungswachen-Neubau auf der Zielgeraden

Noch vor Weihnachten soll der Umzug von der alten Wache am ehemaligen Krankenhaus in die neuen Räumlichkeiten an der Stadthäger Dülwaldstraße passieren. Der neue Standort gewährleistet schnellste Interventionswege in alle Richtungen des Landkreises. Derzeit sind eine Reihe von Firmen, die meisten aus der Region, damit beschäftigt, den Innenausbau fertig zu stellen. Küchenmöbel, Einbauschränke und der größte Teil der Technik ist bereits installiert. Die Fachleute sind jetzt mit den Feinarbeiten beschäftigt. Zur Erinnerung: Am 10 Juni 2022 wurde der Startschuss für das Projekt gegeben, am 27. September 2022 feierten über 50 geladene Gäste bei strömenden Regen das Richtfest. Auf einem Grundstück von etwa 7.000 Quadratmetern entstanden 1.540 Quadratmeter Gebäudenutzfläche, davon 728 Quadratmeter für die Rettungswache, 570 für die Fahrzeughallen sowie 241 Quadratmeter für Schulung und Veranstaltungen. Für die Reinigung der Rettungswagen und der anderen Einsatzfahrzeuge, steht eine Waschhalle zur Verfügung. Besonders erfreulich für Gerberding ist die Tatsache, dass das für den Bau eingeplante Budget von 4,2 Millionen Euro weitestgehend eingehalten werden konnte. Die exakte Summe steht noch nicht fest, da beispielsweise die Photovoltaikanlage wegen der vielen Regenfälle noch nicht installiert werden konnte. Im Zusammenwirken mit der Geothermie für die Heizung ist der Komplex in die Energieeffizienz-Klasse 55 EE eingestuft und wurde mit über einer halben Million Euro von der KFW-Bank gefördert. Zusammen mit den in Ausbildung befindlichen Notfallsanitätern, stehen im Landkreis Schaumburg über 50 ausgebildete Fachleute für den Rettungsdienst zur Verfügung. Die Realisierung des Wunsches aller Beteiligten, noch in diesem Jahr umzuziehen, liegt greifbar nahe. Foto: ab
Circa Eine Tonne Sand fasst der Vorratsbehälter. (Foto: ab)

Sandsackfüllmaschine für den Hochwasserschutz

Nach Angaben der Leiterin des Kreis-Ordnungsamtes, Elvira Bockisch, hatte der Auftrag ein Gesamtvolumen von circa 40.000 Euro. Die Kreisfeuerwehr mit ihren Ortswehren und die Ortsverbände des THW hatten es sich zur Aufgabe gemacht, ein gemeinsames Konzept für den Einsatz des Hilfsmittels zu erarbeiten. Die geplante Präsentation der Maschine fiel dem Ausbruch der Corona-Pandemie sowie dem Einsatz im Ahrtal zum Opfer, wie Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote in seiner Einladung erklärte. Erst Mitte 2023 konnte ein Vertreter des Herstellers die Kräfte der Feuerwehr und des THW in das Gerät einweisen. Zu der Präsentation der „SAQUICK TITAN 2400“ auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) an der Vornhäger Straße, hatten sich eine Vielzahl interessierter Zuschauer aus vielen Bereichen der Ortswehren, der THW-Ortsverbände sowie aus Politik und Verwaltung eingefunden. In seiner kurzen Begrüßung lobte Landrat Jörg Farr ausdrücklich die hervorragende Zusammenarbeit der beiden Hilfsorganisationen. Beide haben Mensch und Material eingebracht, um mit der Sandsackfüllmaschine das zeit – und kräftezehrende Befüllen von Sandsäcken mit Schaufeln zu beenden. Landrat Farr machte auch mit einem Hinweis auf zurückliegende Hochwasserlagen an Elbe, Weser und Leine, deutlich, dass wir zukünftig vermehrt mit Niederschlagsereignissen zu rechnen haben. Der Einsatz der Maschine erfolgt durch eine speziell fortgebildete gemeinsame Hochwasserschutzeinheit unter Gesamtleitung der Kreisfeuerwehr. Die vier Arbeitsbereiche: Befüllen der Maschine, Befüllen der Sandsäcke an den Einfüllstutzen, Verpacken auf Paletten sowie den Transport an die Einsatzstellen, teilen sich Feuerwehr und THW. Beiden Organisationen stehen dabei Radlader, Bagger, sieben Lkw von zwei Tonnen bis 8 Tonnen Zuladung, sowie drei Anhänger mit bis zu 17,5 Tonnen Last zur Verfügung. Aufgrund der Mobilität des Gerätes kann dieses aber auch sowohl an einen Ort zum Befüllen, wie auch direkt an einen Einsatzort verlegt werden. Die Wahl auf das vorgestellte Gerät fiel aufgrund einer großen Zahl von Referenzen, der einfachen Handhabung, sowie des Umstandes, dass die Maschine auch mittels eines externen Stromaggregates betrieben werden kann. Bis zu 2.500 Sandsäcke können theoretisch in einer Stunde befüllt werden, bei einem Fassungsvermögen von etwa einer Tonne. Eindrucksvoll zeigten Kameraden der Feuerwehr und des THW, wie schnell die Säcke befüllt werden können, auf eine Rollenbahn gelegt, vernäht und schließlich bereit für den Einsatz auf einer Palette abgelegt werden.
Corinna Brockhaus (li.) und Manuela Iburg (Quick-Schuh) begrüßen die Kunden mit einem Info-Stand zur Aktion. (Foto: ab)

Kinderaugen zum Leuchten bringen

Ziel der Aktion ist es, bedürftige Kinder weltweit zu beschenken und zwar auf eine ganz besondere Art und Weise. Im Pressegespräch in den Räumen von QUICK-Schuh in Bückeburg, schilderte die ehrenamtliche Unterstützerin, wie wichtig die besonderen Geschenke im zum Teil sehr aufwändig verpackten Schuhkarton für die Kinder, wie auch für die gesamten Familien sind. Die Idee dahinter ist ganz einfach: Jede/r füllt einen weihnachtlich verzierten Schuhkarton mit Süßigkeiten, mit Geschenken fürs Herz sowie mit praktischen Gegenständen, wie Schulmaterial, Hygieneartikel oder auch Kleidung. Wichtig ist Corinna Brockhaus, darum zu bitten, ausschließlich neue Dinge einzupacken. In der Vergangenheit habe man leider schlechte Erfahrung mit gebrauchten Gegenständen gemacht. Mit der Wahl der Geschenke wird dem Kind eine besondere Wertschätzung entgegengebracht, weiß die Organisatorin zu berichten. Ganz besonders dann, wenn sich ein „WOW-Geschenk“ dabei befindet. Unabhängig von Konfessionen werden die Geschenkkartons aus dem deutschsprachigen Raum in diesem Jahr in erster Linie nach Rumänien, Serbien, Polen, Slowakei, Weißrussland und in die Ukraine geschickt. Im vergangenen Jahr konnte Corinna Brockhaus circa 600 Pakete registrieren, insgesamt hat Brockhaus bereits über 20.000 Weihnachts-Schuhkartons auf die Reise geschickt. In der „Weihnachtswerkstatt“ in Berlin werden die Inhalte einmal überprüft und danach alters- und geschlechterspezifisch weiter verschickt. Wer weitere Informationen benötigt, kann sich im Internet unter: www.weihnachten-im-schuhkarton.org informieren. Am liebsten ist es Corinna Brockhaus jedoch, wenn sich die schenkungswilligen Menschen in den vier Annahmestellen in Schaumburg melden. Hier sind sie: Quick-Schuh in Bückeburg, Lange Straße 8, Sporthaus Kreft, Stadthagen, Am Markt 12-16, Schuhhaus Schäfer, Pollhagen, Hauptstraße 77 sowie Schuh-Peters in Rinteln, Weserstraße 21. In den Geschäften liegen Flyer mit Informationen aus und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten leere Schuhkartons bereit. Bis zum 13. November können die gefüllten Schuhkartons hier abgegeben werden, im Wissen, irgendwo auf der Welt ein paar Kinderaugen zum Leuchten gebracht zu haben.
Über 100 aufmerksame Zuhörer im Gartensaal des Rittergutes. (Foto: ab)

Kinderschutzbund feiert Geburtstag

Die 30-jährige Reise, so schilderte die Gastgeberin, war geprägt von Liebe und unermüdlichen Engagement der Mitglieder, Unterstützer und freiwilligen Helfern. Landrat Jörg Farr, viele Bürgermeister der Städte und Gemeinden des Landkreises, Verwaltungsspitzen und Unterstützer des Vereins waren der Einladung gefolgt. Vom Landesverband Niedersachsen war die Vorsitzende Daniela Rump nach Remeringhausen gekommen und überbrachte in ihrem Grußwort die Glückwünsche aus Hannover. In ihrer Rede betonte sie die wichtige Arbeit des Kinderschutzbundes und bezeichnete die bevorstehende Entscheidung zum Gesetz zur Kindergrundsicherung als einen Tropfen auf den heißen Stein. Mit dem Hinweis, dass in Deutschland jedes fünfte, in Niedersachsen sogar jedes vierte Kind von Kinderarmut betroffen sei, forderte sie, Kinderrechte in das Grundgesetz aufzunehmen. Der Kinderschutzbund müsse sich um mehr jungen und sich aktiv beteiligenden Nachwuchs kümmern. Auch die Vorsitzende Tanja von Schöning hatte sich Gedanken zu den Mitgliederzahlen des Kinderschutzbundes gemacht. Der Verein jubele nicht ob seiner Erfolge, er falle nicht genügend auf. Im Ergebnis könne er damit schlecht Aufmerksamkeit und Spenden generieren. Von Schönig zog dazu den Vergleich zwischen dem Deutschen Kinderschutzbund und dem Deutschen Tierschutzbund heran. Mit mehr als 800.000 Mitgliedern verfügt der Tierschutzbund deutschlandweit über mehr als 16 mal so viele Mitglieder, als der Kinderschutzbund mit etwa 50.000 Mitgliedern. Diese Zahlen, so ihr Appell, sollten nachdenklich stimmen. Mit einem Rückblick auf 30 Jahre Arbeit, in dem sie eine Reihe von Angeboten beschrieb, dankte sie insbesondere den vier maßgeblichen Gründern des Schaumburger Vereins, Christel Varelmann, Heike Ruhe-Riemenschneider, Thomas Pawlik und Uli Engelke. Mittlerweile stehe der Verein auf einem gesunden Fundament und das sei den Unterstützern und Förderern zu verdanken. Neben den vielen ehrenamtlichen Helfern im Vorstand und beim Kinder- und Jugendtelefon, arbeiten 16 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen beim Kinderschutzbund Schaumburg. Diese bewundernswerte Arbeit hob auch Landrat Jörg Farr in seinen Grußworten hervor und betonte dabei die enge und gut funktionierende Zusammenarbeit mit den mit der Jugendarbeit betrauten Mitarbeitern der Kreisverwaltung. Für Abwechslung sorgte das musikalische Duo „Musicanti“ mit Helga Freude und Antek Prante, sowie der Moderator des Nachmittages, Frank Suchland. Pointiert gelang es Suchland, die Anwesenden mit humorvollen Zitaten und Anekdoten zum Schmunzeln und Lachen zu bringen, gleichzeitig aber auch mit Texten bekannter Autoren zum Nachdenken zu bewegen. Mit den Worten:“ Wir feiern heute das Jubiläum eines Bundes, den es idealerweise gar nicht geben sollte.“ Nachdem Tanja von Schöning in ihrem Vortrag immer wieder die Wichtigkeit der Kindes- und Mütterunterstützung im frühsten Säuglings- und Kindesalter betonte, erntete der anschließende Gastvortrag der Erziehungswissenschaftlerin Dr. Erika Butzmann unter der Überschrift „Auf den Anfang kommt es an“, nur verhaltenen Applaus aus den Reihen der Zuhörer. Im Kern ihres Vortrages stellte sie die frühe Trennung von Mutter und Kleinkind durch Betreuung in Kinderkrippen infrage. Rund um den Veranstaltungssaal konnten sich die Besucher über die zahlreichen Projekte des „Geburtstagskindes“ Kinderschutzbund Schaumburg informieren und in angeregten Gesprächen austauschen.
Uli Karcher übergibt das Präsent des KSB. (Foto: ab)

„Miss Sportabzeichen“ geht

Über 17 Jahre lang liefen bei ihr die Fäden in der Geschäftsstelle des Kreissportbundes (KSB) Schaumburg zusammen. In einer kleinen Feierstunde übergab sie nun ihr Amt an ihre Nachfolgerin Vera Schütte. Vertreter der fünf Sportabzeichen-Stützpunkte, Vorstandsmitglieder, Mitarbeiter der Geschäftsstelle sowie ehemalige Weggefährten feierten ihren Abschied. Wegen der krankheitsbedingten Abwesenheit des Geschäftsführers Hagen Rank, zog der langjährige Kollege Uli Karcher die Bilanz ihres Wirkens und überraschte Silvia Wilharm mit einem ganz besonderen Geschenk. Neben dem quasi obligatorischen Blumenstrauß hatten Vorstand und Geschäftsstelle eine ausgefallene Trainingsjacke kreiert. Auf dieser ist zu lesen, dass die Sportabzeichen-Beauftragte 52.136 (!) Nachweise für das Ablegen der Prüfungen vom ersten Antrag bis zur Pflege in der Datenbank bearbeitet hatte. Die Zahl der tatsächlich von ihr bearbeiteten Abzeichen ist erheblich höher, da alte Vorgänge nicht im Computer erfasst sind. Mit Kaffee und Kuchen ließen frühere und jetzige Kollegen und Mitstreiter viele Geschichten wieder aufleben. Die sportbegeisterte 65-jährige freut sich nun auf ausgedehnte Fahrradtouren mit ihrem Ehemann und betreut auch weiterhin ihre Walking-Gruppe. Ihre Nachfolgerin Vera Schütte, als Leichtathletin beim TuS Niedernwöhren vielen bestens bekannt, bedankte sich für die intensive Einarbeitung und stellte sich den Standort-Verantwortlichen kurz vor.
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