Suchergebnisse (Hochwasser) | Schaumburger Wochenblatt

Auch ohne Warnschild wäre der hohe Wasserstand der Weser deutlich erkennbar.  (Foto: ssw)

Rasanter Pegel-Anstieg der Weser

Die Weser ist wieder in aller Munde. Die Pegel stiegen innerhalb einer Woche um mehr als zwei Meter und insbesondere die Nacht von Freitag auf Samstag brachte ein kräftiges Plus, so dass bereits wieder die Hartlerstraße und die Dankerser Straße gesperrt werden mussten. Der derzeit aktuelle Wasserstand liegt bei etwas über 5,50 Meter und schaut man sich die weseraufwärts liegenden Pegelstände in Hann. Münden und Höxter an, so steigt die Weser auch weiterhin an. Glaubt man den Prognosen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Weser (WSV), dann kommt auf Rinteln ein Pegelstand von etwa 5,90 Meter zu, der sich in Folge – abhängig vom Wetter – allerdings auch wieder schnell abflacht. Anders als beim Weihnachtshochwasser im vergangenen Jahr, als die 6,65 Meter längere Zeit anhielten. Positiv ist, dass an der Edertalsperre zusätzlicher Hochwasserschutzraum geschaffen wurde, so dass die Abgabemenge der Edertalsperre nach derzeitigen Planungen bei 20 Kubikmeter pro Sekunde gering gehalten werden kann. Auch die Diemeltalsperre wird mit acht Kubikmeter pro Sekunde nur eine kleine Menge Wasser abgeben müssen. Für Rinteln wird der höchste Stand derzeit für Montag vorausgesagt. Das SW fragte nach bei Doktorsee-Geschäftsführer Uwe Deppe, ob er für den Doktorsee nach derzeitigen Prognosen eine Gefahr der Überflutung sieht. Deppe ist zuversichtlich, dass das Hochwasser diesmal nicht den See volllaufen lässt. Das wäre auch eine Katastrophe, denn gerade sind die Arbeiten in vollem Gang, um die Schäden des Weihnachtshochwassers zu beseitigen. Auch Arif Sanal von der „Bodega Beach“ ist zuversichtlich und hofft, dass das Wasser schnell wieder zurückgeht. Auch bei ihm ist der Schaden vom Dezemberhochwasser groß: „Aber die Elektrik ist schon kaputt, mehr geht nicht!“ Nach der Flutwelle wird er wieder mit Hochdruck daran gehen, die Beach wieder fit für die Saison zu bekommen. Für Rinteln ist bereits wieder die Hochwasser-Warnstufe zwei ausgerufen worden (ab 500 Zentimeter Wasserstand) und auch die Stufe drei ist realistisch, denn die wird ab 5,60 Meter aufgerufen. Feuerwehren und THW stehen in Bereitschaft und auch die Stadt Rinteln ist vorbereitet und hat bereits mit ihren Krisenstab im Dezember gute Erfahrungen gemacht. Auf www.pegelonline.nlwkn.niedersachsen.de oder www.elwis.de kann man sich die Pegelstände der Weser ganz aktuell anschauen. Die Prognosen sind unter pss.wsv.de abrufbar.
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