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Ulrich Seidel, Karin Bader und Dirk Böhning (vorne v.l. sitzend), Reinhard Stemme, Heiko Ruhe, Peter Blaumann, Heiko Bader, Marijan Gaspar, Matthias Tatge, Heinz Kraschewski und Rolf Schmidt (hinten v.l.) bei der Ehrung des NFV Kreises Schaumburg mit den silbernen und goldenen Ehrennadeln für ihr ehrenamtliches Engagement.  (Foto: ste)

Einmalig: Geballtes Ehrenamt beim SC Rinteln

Reinhard Stemme ist der Kreisvorsitzende des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) im Kreis Schaumburg und er konnte jetzt zusammen mit dem Ehrenamtsbeauftragten des Fußballkreises, Matthias Tatge, gleich neun hohe Auszeichnungen an verdiente Ehrenamtler des SC Rinteln vergeben. So viel wie nie zuvor auf einen Schlag. Sechs Mal war es die „Goldene Ehrennadel“ des NFV, die laut Ehrungsordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes e.V verliehen werden kann, wenn eine mindestens 25-jährige verdienstvolle ehrenamtliche Tätigkeit auf Verbands-, Bezirks- oder Kreisebene im Niedersächsischen Fußballverband geleistet wurde. Zur silbernen Ehrennadel müssen mindestens 15 Jahre geleistet worden sein. SCR-Vorsitzender Gordon Seymour würdigte die Geehrten als Menschen, deren Herz für den Verein schlägt und die sich in großartiger Weise für den Verein verdient gemacht hätten. Er bedauerte, dass Volker Posnien an der Ehrung nicht teilnehmen konnte und will die Ehrung mit einer goldenen Ehrennadel nachholen. Stemme, mittlerweile im sechsten Amtsjahr in dieser Position, würdigte besonders die Verdienste der Ausgezeichneten im Jugendbereich, der die Basis für eine spätere gute Herrenmannschaft sei. Mit der silbernen Ehrennadel wurden Heiko Bader, Marijan Gaspar und Heiko Ruhe ausgezeichnet. Bader war und ist Jugendtrainer, Schiedsrichter und C-Lizenz Inhaber. Auch Gaspar engagiert sich im Jugendbereich, ist Greenkeeper des Vereins und war Vereinswirt. Ruhe ist sportlicher Leiter des SCR und zweiter Vorsitzender. Die goldene Ehrennadel ging an Karin Bader, Peter Blaumann, Dirk Böhning, Heinz Kraschewski, Rolf Schmidt und Ulrich Seidel. Seidel ist besonders in geschäftsführenden Positionen aktiv im Verein und Platzkassierer. Die Verdienste von Rolf Schmidt könnten eine ganze Seite füllen. Er ist unter anderrem Vereinsmanager und Geschäftsführer des SCR. Auch die Leistungen von Heinz Kraschewski kann man nicht vollständig wiedergeben. Er war Vorsitzender und Geschäftsführer des Vereins sowie ehemaliger Herrenspieler. Dirk Böhning ist seit 2001 zweiter Vorsitzender des SCR und Peter Blaumann war lange Jugendleiter und auch sportlicher Leiter des Herrenbereichs. Karin Bader, die bereits mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Rinteln ausgezeichnet wurde, ist ebenfalls ein SCR-Ehrenamts-Urgestein.
Oskar Urban erhält von Bürgermeisterin Andrea Lange die Ehrenamtskarte überreicht. (Foto: ste)

Ehrenamtskarte im Informatikunterricht beantragt

Eigentlich, so Oskar Urban, habe er den Antrag auf Ausstellung einer Ehrenamtskarte aus einer Laune im Informatikunterricht gestellt. Nachdem er die „Juleica“ (Jugendleiter-Card) absolviert habe, kam er im Unterricht auf die Idee der Antragstellung. „Und dann ging alles ganz schnell“, so Oskar beim Pressetermin im altehrwürdigen Rathaussaal mit Bürgermeisterin. Über den Freiwilligenserver des Landes Niedersachsen konnte er digital den Antrag stellen, sein Verein, die Rintelner DLRG, erhielt einen Prüfauftrag, ob Oskar auch tatsächlich ehrenamtlich tätig ist. Dann ging der Antrag nach Bestätigung an die Stadt Rinteln, wo nochmals geprüft wurde. Auch hier gab es keine Beanstandungen und Oskar wurde gefragt, ob er die Ehrenamtskarte per Post zugeschickt haben wollte, oder offiziell verliehen von der Bürgermeisterin der Stadt Rinteln: „Wenn ich schon mal die Chance habe, die Karte aus den Händen der Bürgermeisterin im Ratssaal zu erhalten, dann nutze ich die auch“, so Oskar selbstbewusst. Die Niedersächsische Staatskanzlei druckte also die Karte, schickte sie an die Stadt Rinteln und die terminierte die Übergabe an den Ehrenamtlichen. „Du stärkst mit Deiner ehrenamtlichen Tätigkeit das Gemeinwohl, hast mit anderen zusammen hunderten von Kindern die Angst vor dem Wasser genommen und bist beim Schwimmkurs aktiv“, würdigte Lange seine Tätigkeit. Mit der Ehrenamtskarte gibt es nun zahlreiche Vergünstigungen für den Inhaber: „In einigen Bürgerbüros kann ich jetzt kostenlos kopieren und auch in Jugendherbergen habe ich jetzt Vorteile“, freute sich Oskar über die Auszeichnung. Für Andrea Lange war es die erste Ehrenamtskarte, die sie an eine Person unter 18 Jahren aushändigen konnte. Dabei ist die Beantragung einer solchen Karte kein Hexenwerk. Einfach auf www.freiwilligenserver.de gehen, Antrag stellen, schon geht der Prozess los. Voraussetzung ist allerdings, dass man tatsächlich ehrenamtlich unterwegs ist.
Phil Assmus wurde zum Jugendsportler des Jahres 2025 gewählt und ausgezeichnet. (Foto: ste)

Rollkunstlauf, Fußball, Boxen, Handball & mehr

Die Rintelner Sportparty im Saal der Speisekammer „Anno 1583“ war bis auf den letzten Platz ausverkauft und besonders deutlich zu spüren war dies bei der Ehrung von Helmut Wirausky, der für sein Lebenswerk eine Auszeichnung von Bürgermeisterin Andrea Lange erhielt. Da hielt es niemanden mehr auf seinem Platz und es gab Standing Ovations für Wirausky. Er engagierte sich jahrzehntelang für Fußball. 1935 wurde Wirausky geboren und war 54 Jahre seines Lebens Trainer. 2019 beendete er seine Tätigkeit nach einem Start beim TSV Steinbergen als Spieler und führte danach zahlreiche Mannschaften verschiedener Vereine zu Aufstiegen und Meisterschaften, zuletzt im SC Rinteln. Der 90-Jährige ist sich sicher: „Fußball hat mich jung gehalten!“ Unter der Moderation von Frank Rasche war die Sportparty auch in diesem Jahr eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Rinteln und der AG Rintelner Sportvereine. Andrea Lange dankte hier insbesondere den Mitarbeitenden des Amtes 40 für Bildung, Kultur und Sport unter der Leitung von Dr. Joachim v. Meien und dem Team der AG Sportvereine mit Sprecherin Christel Struckmann und ihrem Co-Sprecher Alexander Sieker. Für Sieker war das sportliche Highlight des vergangenen Jahres die Einweihung des neuen Sportparks an der Burgfeldsweide. Andrea Lange freute sich, dass bei ausverkauftem Haus Sportlerinnen und Sportler aus sechs Kategorien für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet werden konnte, darunter Deutsche- und auch Weltmeister. Für ihr Lebenswerk, ihr Ehrenamt, den Jugendsport, den Para-Sport, Mannschafts- und Einzelsport wurden die jeweiligen Preisträger geehrt. Zugang zum Sport, so Lange, sei heute kein Privileg mehr, sondern Sport ist für alle zugänglich. In den Vereinen, so Lange, zähle der einzelne Mensch, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Alter.
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