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Wahre Liebe zum Auto. (Foto: ste)

„Rinteln Mobil“: E-Mobilität im Fokus

Am Sonntag, 12. April, verwandelt sich die Rintelner Innenstadt von 11 bis 18 Uhr in einen lebendigen Treffpunkt rund um das Thema Mobilität. „Rinteln mobil“ lädt ein, eine spannende Vielfalt an Ausstellenden zu entdecken. Zwei- und Vierradhändler präsentieren ihre neuesten Modelle und bieten wertvolle Informationen sowie Zubehör rund um Fahrzeuge an. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der E-Mobilität und nachhaltigen Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Auch die Fortbewegung auf dem Wasser spielt in der Stadt an der Weser natürlich eine Rolle. Für Fahrzeugliebhabende gibt es außerdem die Gelegenheit, beeindruckende Oldtimer zu bestaunen. Am Informationsstand der Polizei haben Interessenten die Möglichkeit zur Fahrradcodierung. Ein Highlight des Tages wird das Brandschutzmobil der VGH auf dem Kollegienplatz sein – spektakuläre Vorführungen und wichtige Informationen rund um das Thema Brandschutztechniken und Sicherheitsmaßnahmen erwarten die Besuchenden. Hier bekommt man praxisnahe Einblicke in den Brandschutz und kann sich über wichtige Vorsorgemaßnahmen informieren. Die Feuerwehr wird sich ebenfalls auf dem Kollegienplatz präsentieren und spannende Einblicke in ihre Arbeit und Ausrüstung geben. Von der Haltestelle am Kollegienplatz finden ab 13 Uhr Kutschfahrten mit Bauer Giese durch die schöne Rintelner Innenstadt statt. Tickets können vor Ort erworben werden. Von hier werden auch die Tesla Probefahrten beginnen. Natürlich wird auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Imbiss- und Getränkestände bieten eine große Auswahl an Köstlichkeiten und erfrischenden Getränken. Zwischen 13 und 18 Uhr lädt der Einzelhandel zu einem verkaufsoffenen Sonntag ein – ideal, um die Zeit mit einem entspannten Einkaufsbummel zu verbinden. Die Veranstaltung ist selbstverständlich rollstuhlgerecht und bietet somit allen Interessierten eine barrierefreie Teilnahme.
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Bergmanns Plauderecke

Nein – ich habe nicht vor, in meiner Kolumne der spirituellen, religiösen oder weltanschaulichen Frage nachzugehen. Vielmehr brachte mich die Bemerkung der Tochter eines älteren Ehepaares auf die Idee dieser Überschrift. Den Senioren war eine ziemlich unglaubliche Geschichte passiert. An dieser Stelle ist nicht meine Phantasie mit mir durchgegangen, sondern ich habe die Story aus erster Hand. Das Ehepaar eines Städtchens in Schaumburg, beide in den 80ern, sie, körperlich etwas eingeschränkt, aber geistig top in Schuss. Auch das Autofahren macht dem Ehemann keinerlei Probleme. An einem Freitag machten sich beide auf, um den Wochenendeinkauf zu erledigen. Wie so häufig, nahm das Paar lediglich die Geldbörse der Frau mit ihrer EC-Karte mit. An der Kasse passierte dann, was vermutlich schon vielen von uns schon einmal passiert ist – die eingegebene PIN war falsch und der Vorgang wurde abgebrochen. Trotz intensiven Überlegens fiel beiden die richtige PIN nicht ein und eine weitere Falscheingabe wollten sie nicht riskieren. Statt Gemurre und Gezetere von wartenden Kunden, beruhigte sie der nächste Mann in der Schlange und bestätigte, dass auch ihm das schon passiert sei. Um die Situation noch zu retten, schlug der „vergessliche“ Ehemann vor, mit dem Auto nach Hause zu fahren um Bargeld zu holen, während seine Frau mit dem vollen Einkaufswagen vor der Kasse wartete. Nicht die Ideallösung für die bewegungseingeschränkte Seniorin, aber so wurde es gemacht. Gerade aus der Parklücke herausgefahren, stoppte ein junger Mann den Pkw. Mit den Worten:“ Es ist alles bezahlt. Nehmen Sie Ihre Frau mit,“ schockte dieser den Fahrer. Auf die Frage des Seniors, wer er denn sei, antwortete der Mann lediglich: „Rettungsdienst!“ In dem Augenblick erschien die wartende Ehefrau mit dem Einkaufswagen und einem zweiten Mann. Dieser hatte ihr bereits im Markt ebenfalls mitgeteilt, dass der Einkauf bezahlt sei und ihr Ehemann draußen warten würde. Mitten auf dem Parkplatz wurde der Einkauf in den Kofferraum verladen und die beiden jungen Männer verschwanden spurlos, nicht ohne den Kunden zuvor noch den Einkaufsbon auszuhändigen. Erinnern kann sich das Ehepaar lediglich an zwei jüngere Männer, bekleidet mit dunklen Jacken mit der Aufschrift „Rettungsdienst“ – ohne die bekannten Patches oder Aufnäher einer mit dem Rettungsdienst beauftragten Organisation. Noch etwas überfordert von der Gesamtsituation, fuhr das Ehepaar zunächst nach Hause. Am nächsten Tag versuchte der Beschenkte im Supermarkt herauszufinden, wer den Einkauf bezahlt hatte. Niemand konnte ihm eine Auskunft geben und die Marktleitung weigerte sich mit dem Hinweis auf den Schutz aller Kunden und den Datenschutz, den Einkauf zu überprüfen. Wer nun glaubt, die Geschichte sei der Phantasie seniler älterer Menschen entsprungen – ich habe den Bon in den Händen gehalten – alle Angaben treffen zu und die Bezahlung erfolgte fünf Minuten nach Eingabe der falschen PIN. Während der Unterhaltung brachte die Tochter der beiden den Gedanken auf die vielen amerikanischen Filme, bei denen Engel durch die Lande ziehen und Gutes tun. Man könnte nach dieser Geschichte fast an solche Engel glauben. Ich will natürlich auch die Identität der Engel schützen und recherchiere nicht weiter. Die Stadt Los Angeles (spanisch: Die Engel) ist nach einer Heiligen benannt worden. Wir könnten das Städtchen in Schaumburg aufgrund der Größe jetzt in „Los Angelitos“ (Die Engelchen) umbenennen. Noch ein paar Zahlen zum Thema Spenden. Im Jahr 2006 betrug die Spendensumme in Deutschland 3,852 Milliarden Euro. Den Höchststand erreichten die Spenden im Jahr 2021 mit 5,766 Milliarden Euro. 2023 kratzte die Spendensumme knapp an den fünf Milliarden. Diese Summen veröffentlichte „Statista“ nach einer Studie „Bilanz des Helfens“ des GfK Charity Panels. Es wurden dabei nur Spenden an gemeinnützige Organisationen etc. unter 2.500 Euro berücksichtigt. Eine andere Quelle (Deutsches Zentralinstitut für Soziale Fragen) kommt sogar auf eine Spendensumme von über 12 Milliarden Euro im Jahr 2023. Ob nun die eine oder die andere Summe stimmt, Spenden sind wichtig für das Gemeinwohl. Egal, ob es der kleine Fünf-Euro-Schein oder die Großsumme ist, entscheidend ist der Empfänger. Immer wieder nutzen Betrüger die Gutherzigkeit der Menschen in unseren Städten und sammeln angeblich für einen wohltätigen Zweck. Oft genug wandert das Geld in die eigene Tasche. Spenden sollten wohl überlegt gemacht werden. Die beiden „Engel“ haben jedenfalls alles richtig gemacht. Ich wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg bei ihrer Mission!
north