Der Trainer des 96 U-19-Teams Hartmut Herold erklärte: „Wir haben diese Begegnung sehr gern angenommen. Sie gibt uns die Möglichkeit, mit einer Partie gegen einen attraktiven Gegner unseren Spielrhythmus aufrechtzuerhalten.” Ebenso wie die nationalen Profiligen legen auch die Nachwuchstalente im Moment eine Wettbewerbspause ein.
„Wir haben nicht nur ein Bundesliga-Team”, lautet ein Satz, mit dem Hannover 96 auf seiner Internet-Seite seine Nachwuchsabteilung vorstellt. Tatsächlich spielt das U-19-Team der Roten in der A-Jugend-Bundesliga, in der Staffel Nord-Nordost. Die Arminen kicken in derselben Klasse, allerdings in der benachbarten Staffel West. So können sich die Zuschauer in dieser Testpartie auf Jugendfußball auf Top-Niveau freuen.
Beide Mannschaften kamen in ihren letzten Pflichtspielen zu wichtigen Erfolgen. Die 96er fegten den FC St. Pauli mit 6:1 aus dem heimischen Eilenriede-Stadion und schoben sich damit auf den sechsten Tabellenplatz vor. Mit entsprechendem Selbstvertrauen reist das Team jetzt auch nach Lüdersfeld. Im bisherigen Saisonverlauf kam es zu drei Siegen und drei Niederlagen, hat also neun Punkte auf dem Konto. Etwas holpriger kam die U-19 der Arminia in die Serie. Zuletzt verschaffte sich das Team im Kellerduell mit Rot-Weiß Essen Luft zum Tabellenende. In einer packenden Partie setzten sich die Arminen-Talente mit 3:2 durch und brachten so den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach. Zuvor hatte das Team zwei Niederlagen hinnehmen müssen und dreimal unentschieden gespielt. Mit dem ersten Sieg könnte jetzt der Knoten für einen erfolgreichen weiteren Verlauf der Serie geplatzt sein. Der Co-Trainer der Arminen-Talente Andreas Kettner wies auf den Stellenwert hin, den die Partie für die Westfalen besitzt: „Das ist der letzte Test vor dem wichtigen Spiel gegen Wattenscheid. Da ist es sehr wichtig für uns, gut aufzutreten.” Das Duell mit den 96ern sei also eine willkommene Gelegenheit, sich auf die Partie gegen einen Gegner auf Augenhöhe vorzubereiten.
Beide Vereine setzen bei der Besetzung ihrer Nachwuchsteams vor allem auf Talente aus der Region. Für 96 laufen fast ausschließlich Talente auf, die aus dem Großraum und den angrenzenden Landkreisen kommen. Die Arminen konzentrieren sich bei der Rekrutierung ihres Kaders hauptsächlich auf das Gebiet Ostwestfalen. Hartmut Herold erklärte, dass es stets das Ziel der 96-Nachwuchsabteilung sei, eine Ausgewogenheit zwischen sportlicher und schulischer oder beruflicher Ausbildung herzustellen. „Darauf legen wir großen Wert”, betonte er. Bei vier bis fünf Trainingstagen und einem Wettkampfspiel pro Woche sei das nicht immer einfach. Die jungen Spieler hätten sehr großes fußballerisches Potenzial und sollten dieses bei 96 auch ausschöpfen. Gleichzeitig trage der Verein jedoch Sorge, dass sich die Jugendlichen auf den Berufseinstieg außerhalb des Sports vorbereiten.